Reihe "Jazz im Theater" am Theater Regensburg
"A Tribute to Peggy Lee" begeistert Zuschauer

Jazz im Theater: Kontrabassist Svante Söderqvist, Sängerin Jessica Pilnäs und Posaunist Nils Landgren begeistern im Regensburger Theater am Bismarckplatz. Bild: Schmidt
Kultur
Regensburg
25.01.2016
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Es gibt viele Argumente für die in der vorletzten Spielzeit eingeführte Reihe "Jazz im Theater" am Theater Regensburg. Aber eines der größten Argumente ist der Auftritt der schwedischen Formation um die Sängerin Jessica Pilnäs, zusammen mit dem weltbekannten Posaunisten Nils Landgren. Denn selten vernimmt man eine so hohe musikalische Qualität in einer solch lockeren und nahezu familiären Atmosphäre wie an diesem Abend.

Das liegt zum Teil auch am Bühnenambiente, das den agierenden Akteuren mit einer Sitzgruppe und einer kleinen Hausbar eine Wohnzimmer-Atmosphäre bietet, in der sie sich sichtlich wohlfühlen. Und gerade weil sie sich so wohlfühlen, laufen Sängerin Jessica Pilnäs, Vibraphonist Matthias Stahl, Trompeter Karl Orlandson, Kontrabassist Svante Söderqvist und Posaunen-Ikone Nils Landgren zu einer Form auf, die man mit gutem Gewissen als Weltklasse bezeichnen kann.

Erinnerung an Peggy Lee


"A Tribute to Peggy Lee" heißt das Motto im Theater am Bismarckplatz und damit erinnert das Quintett in beeindruckender Weise an die ursprünglich aus Schweden stammende, 1920 geborene und im Jahre 2000 verstorbene Peggy Lee, die nicht nur als Sängerin, sondern auch als Komponistin in die Jazzgeschichte einging.

Am meisten beeindruckt an diesem Abend das filigrane und innige Gespür mit dem alle Beteiligten zu Werke gingen. Das gilt für die facettenreiche, einfühlsam und ausdrucksstark eingesetzte Stimme von Jessica Pilnäs ebenso wie für die kreativen Soli der Instrumentalisten und die originellen Arrangements der Nummern. In Songs wie "There' ll be another Spring" oder "This is a very special Day" fesselt immer wieder die innige und gleichzeitig eigenständige Art und Weise der Interpretation.

Intensive Harmonik


Das gilt auch für die Ausführung des Dauerbrenners "Fever" oder des als zweite Zugabe spontan angestimmten "Wonderful World". Auch hier kommt eine intensive und ausdrucksstarke Jazzharmonik zum Tragen, welche die Nummern bereichert ohne ihnen die Substanz zu nehmen.

Genau das trägt zum Erfolg dieses vom Theater Regensburg zusammen mit dem Jazzclub Regensburg veranstalteten Abend im fast ausverkauften Theater wesentlich bei.
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