Tage Alter Musik in Regensburf
Musikfestival ohne Häppchen und Festakt

Ludwig Hartmann (sitzend, rechts) und Rudolf Gingele, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Regensburg (daneben), unterzeichneten einen Sponsoringvertrag für die Tage Alter Musik. Dahinter (von links) Regensburgs OB Joachim Wolbergs, Paul Holzgartner und Stephan Schmid. Bild: Gibbs)
Kultur
Regensburg
15.11.2016
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Es ist ein Festival, das Musikliebhaber aus der ganzen Welt nach Regensburg lockt: Vom 2. bis 5. Juni 2017 stehen bei den 33. Tagen Alter Musik 16 Konzerte von handverlesenen Ensembles, Orchestern und Solisten auf dem Programm. Musik vom Mittelalter bis zur Romantik erklingt an historischen Stätten.

Paul Holzgartner, Ludwig Hartmann und Stephan Schmid sind die treibenden Kräfte der Veranstaltung. Die beiden Letzteren sind Organisatoren der ersten Stunde. "Angefangen hat das in der Studentenzeit", lacht Hartmann, der heute 59 Jahre alt ist. Am Freitag stellte er mit seinen Mitstreitern das Programm der Tage Alter Musik 2017 vor. "Mittlerweile können wir uns die Künstler aussuchen", sagte er. Die Musiker kommen aus verschiedenen europäischen Ländern, aber auch aus Russland und den USA.

"The Beethoven Project"


Traditionell eröffnen die Domspatzen das Festival, diesmal zusammen mit dem L'Orfeo Barockorchester aus Österreich mit einem Haydn-Konzert in der Dreieinigkeitskirche. Als weitere Höhepunkte nennt Hartmann die Deutschlandpremieren von Ensemble Alia Mens aus Frankreich in der Schottenkirche St. Jakob und The Gesualdo Six aus Großbritannien in der Basilika Unsere Liebe Frau zur Alten Kapelle. Erstmals in Europa aufgeführt wird "The Beethoven Project" von Susanna Ogata und Ian Watson im Neuhaussaal. Die mehrchörige Aufführung einer festlichen Messe, wie sie zum 100. Jahrestag der Reformation 1617 in Dresden am Hofe des sächsischen Kurfürsten gespielt wurde, geleitet von Roland Wilson mit seinen Formationen Musica Fiata und La Capella Ducale, bildet den Abschluss des Festivals.

"Die Tage alter Musik sind eine Veranstaltungsreihe, die in dieser Stadt mit ihrem historischen Ambiente besonders gut wirkt", sagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Erfahrungsgemäß kämen etwa die Hälfte der Besucher aus Regensburg und der Region, die andere Hälfte reist von weiter her an. "Das hat sich zu einem Magnet entwickelt", sagte der OB. Die Stimmung während der Festivals beschrieb er als sehr schön. "Jeder läuft beseelt durch die Stadt." Toll sei auch, wie sich die Veranstaltung auf das Wesentliche konzentriert. "Da braucht es keinen Festakt und keine Häppchen." Eines würde sich Wolbergs allerdings noch wünschen: Neben der Sparkasse Regensburg werde noch ein zweiter Hauptsponsor für die Tage Alter Musik gesucht, erklärte er.

Ausstellung für Instrumente


Wie in den Vorjahren findet während des Festivals im Salzstadel eine internationale Verkaufsausstellung von Anbietern aus ganz Europa mit Nachbauten historischer Instrumente, Tonträgern, Büchern und Noten statt. Am Dienstag, 6. Juni, schließt sich für Studenten der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg ein Kurstag mit Ensembleleiter Roland Wilson an.

Das komplette Programm, Vorverkaufsmöglichkeiten und weitere Informationen sind ab Montag, 14. November, zu finden unter www.tagealtermusik-regensburg.de.
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