Aus im Elfmeter-Krimi

Lokales
Regensburg
10.09.2015
0
0

Nach 90 Minuten steht es vor 3463 Zuschauern in der Continental-Arena 2:2 zwischen dem großen Favoriten SSV Jahn Regensburg und dem FC Amberg. Die Entscheidung im Toto-Pokalspiel hängt nun von den Nerven der Elfmeterschützen ab.

Und da hatte der SSV Jahn Regensburg die besseren Nerven und steht nach dem FC Memmingen, TSV Buchbach, SC Eltersdorf, SV Schalding-Heining als weiterer Viertelfinalist fest. Die Mannschaft von Trainer Christian Brand setzte sich mit 6:4 (2:2, 1:0) nach Elfmeterschießen durch und steht in der Runde der letzten Acht, die am 5. und 6. April 2016 ausgespielt wird.

Defensivere Aufstellung

Gegenüber dem 0:1 am Wochenende bei der SpVgg Unterhaching veränderte der Amberger Coach seine Startformation auf drei Positionen: Michael Dietl, Junior Torunarigha und Sebastian Hauck saßen zunächst auf der Bank. Für sie begannen Kai Hempel, Tobias Wiesner und Christian Knorr - Timo Rost wählte eine etwas defensivere Aufstellung. Regensburgs Trainer Brand stellte nach dem 1:0-Auswärtserfolg bei den Amateuren des TSV 1860 München gleich sieben Mal um.

Schnelles Gegentor

Der FC Amberg kassierte ein schnelles Gegentor: Ein Freistoß von Daniel Schöpf segelte in den Amberger Strafraum, wo Frank Lincke und Thomas Kurz zum Kopfball hochstiegen. Kurz machte aus kurzer Distanz das 1:0 (7.). Ein Treffer, der dem Regionalliga-Spitzenreiter in die Karten spielte, und der in der Folgezeit weitaus mehr Spielanteile und Zug zum gegnerischen Kasten hatte. Der FCA fand kein Mittel, um die Jahn-Elf wirklich auszuhebeln.

Erst ab der 30. Minute suchte Amberg entschiedener den Weg nach vorne. Allerdings waren Chancen weiterhin Mangelware. Zielstrebiger blieben die Platzherren: So in der 37. Minute, als Schöpf das Leder ans Außennetz des FCA-Gehäuses nagelte. Nur 60 Sekunden später dann die beste Möglichkeit der Vilsstädter, als der durchgebrochene Christian Knorr gerade noch abgeblockt wurde und Julian Ceesay aus 28 Metern weit am linken Pfosten vorbeizielte (45.).

Die zweite Halbzeit begannen die Teams in unveränderten Aufstellungen und der FC Amberg kam weitaus aktiver aus der Kabine. Doch mehr als ein Freistoß, den Thomas Schneider (49.) weit über die Latte zirkelte, sprang zunächst nicht heraus. Besser machte es da schon Marcel Hofrath, bei dessen Hammer sich Götz im FC-Kasten gewaltig strecken musste (52.). Der letzte Weckruf für den FCA, der ab diesem Zeitpunkt mehr Druck machte, während der Jahn durch Konter stets gefährlich war. Ambergs Trainer Rost gab das Signal, den Rückstand aufzuholen, als er Außenverteidiger Alexander Jobst vom Platz nahm, auf eine Dreier-Kette umstellte und mit Junior Torunarigha einen frischen Stürmer brachte (62.).

Ein Schachzug, der sich lohnen sollte: Torunarigha wurde in der 64. Minute von Thomas Kurz im Strafraum zu Boden gezogen - Elfmeter. Den verwandelte Kapitän Michael Plänitz sicher (65.) zum 1:1. Und der FCA marschierte weiter. Tobias Wiesner bereitete das 2:1 vor: Sein Schuss klatschte an die Latte, der Ball fiel Christian Knorr vor die Füße und dieser vollstreckte aus spitzem Winkel zur Führung (72.), die Torunarigha nur 120 Sekunden später fast auf 3:1 ausgebaut hätte. Doch Pokorny tauchte rechtzeitig ab. Dafür setzte es den Ausgleich: Die Jahn-Offensive hebelte durch schnelles Spiel die FCA-Abwehr aus, so dass Hofrath aus kurzer Distanz keine Mühe hatte.

Gelb-Rot für Knorr

Zudem kassierte Knorr in einer immer hektischer werdenden Partie nach zwei Fouls die Gelb-Rote Karte (78.). Doch der FC rettete sich ins Elfmeterschießen. Dort hatte Amberg zunächst die Nase vorne, als Götz gegen Pusch parierte, ehe Silas Göpfert den Pfosten anvisierte und Pokorny gegen Sven Seitz hielt - das Aus für den FC, der bei mehr Cleverness den Favoriten aus dem Rennen hätten werfen können.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.