Künstlerin Maria Maier zeigt sich von einer neuen Seite.
Blüten mit bezaubernder Leichtigkeit

Die Regensburger Künstlerin Maria Maier zeigt sich im "Leeren Beutel" in Regensburg von einer neuen Seite. Sie hat Blüten zu grafischen Mustern und architektonischen Gebilden umgeformt. Bild: Wolke
Lokales
Regensburg
24.09.2014
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Eine Sache stellt Maria Maier gleich im Vorab klar: "Es geht mir nicht um die Blume." Trotzdem beglückt Maria Maier ihre Heimatstadt Regensburg mit der "Blütezeit" im "Leeren Beutel".

Eine "Blumen"-Aussage ist von einiger Relevanz angesichts einer Ausstellung, namens "Blütezeit", in der es von Blumen nur so wimmelt. Zumindest auf den ersten Blick. Doch der vermeintliche Blütenrausch darf nicht missverstanden werden. Die floralen Subjekte Maria Maiers, die derzeit in einer Ausstellung in der Städtischen Galerie im "Leeren Beutel" in Regensburg hängen, sind keine klassischen Blumenbilder. "Mich interessieren Farbe, Form und Struktur", fährt Maria Maier fort. Die Regensburger Künstlerin, die sich ansonsten gerne architektonische Erscheinungen aus aller Welt vornimmt, ist auch bei den Blumen ihrem Stil treu geblieben.

Auf bewährte Weise fotografierte sie ihre Motive, um diese dann auf verschiedene Weise weiter zu bearbeiten. Farbflächen und Linien ergänzen und übermalen die floralen Protagonisten. Manche Fotos hat Maria Maier zerschnitten und als Collage wieder zusammengesetzt, so dass sie wie grafische Muster wirken.

Gezielt in Szene gesetzt

Begibt sich die gebürtige Ambergerin bei ihren architektonischen Bildern zunächst eher auf die Suche nach Zufallsfunden, so sind die Blüten gezielt und mit bezaubernder Leichtigkeit in Szene gesetzt. Und zwar oftmals mit einer optischen Wirkung, die wiederum an die Wurzeln der Künstlerin erinnert. Die Serie "giving flower" etwa hat einen unleugbar architektonischen Charakter.

Zu den Blüten fand Maria Maier bei einem Aufenthalt in Irland. Während eines Arbeitsstipendiums auf der grünen Insel habe sie die Formen und Farben der Natur für sich ganz neu entdeckt, so die Künstlerin. Fasziniert von der Vielfalt der dortigen Vegetation sammelte Maria Maier Blüten aller Art. Diese fotografierte sie, überarbeitete sie mit Temperafarbe und gab ihnen den Titel "Farbduft".

Farbe und Form sind somit auch die dominierenden Eindrücke in der aktuellen Schau im Leeren Beutel. Ergänzt sind die großformatigen und bemalten Abzüge durch ältere Papierarbeiten Maria Maiers. Eine Reihe von Zeichnungsserien beschäftigt sich auch hier mit floralen Formen, diesmal in mehr abstrahierter und farblich reduzierter Weise.

Große Einzelausstellung

"Die Ausstellung dokumentiert erstmals in ganzer Breite die Auseinandersetzung der sonst eher auf städtische Motive fokussierten Künstlerin Maria Maier mit den Formen, Farben und Kreisläufen der Natur", heißt es vonseiten des "Leeren Beutels" zur Schau. Mit der Präsentation ist Maria Maier seit 1996 erstmals wieder mit einer großen Einzelausstellung in Regensburg vertreten. Dazwischen war die Künstlerin mit Schauen in New York, Paris und Moskau und gewann mehrere Wettbewerbe.

In ihrer Heimatstadt meldet sich Maria Maier nun mit einem sanften Feuerwerk aus Farben und Formen zurück. Nicht aus Blumen. Denn darum geht es hier ja nicht.

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Die Ausstellung "Maria Maier - Blütezeit" mit Foto- und Papierarbeiten der Künstlerin läuft bis 9. November in der Städtischen Galerie im "Leeren Beutel" (Bertoldstraße 9) in Regensburg. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10 bis 16 Uhr. Zur Schau ist ein Katalog erschienen. Weitere Infos gibt es unter Telefon 0941/507-2440.
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