Verständnis für die Natur fördern

Wie diese Schleiereule von Hanrath Bernd weisen die Arbeiten der "Animaler" hohe künstlerische Qualität auf und bringen gleichzeitig die Natur nahe. Bild: Wolke
Lokales
Regensburg
01.10.2014
36
0

Tierisch geht es zu im Regensburger Naturkundemuseum. Eine Ausstellung der Künstlergruppe "Animaler" widmet sich der mitteleuropäischen Tierwelt.

"Kunst und Natur verbinden", das ist das Ziel, das Dr. Hansjörg Wunderer in regelmäßigen Abständen verfolgt. "Ich halte es für wichtig, nicht nur eine naturkundliche Betrachtungsweise vor Augen zu führen, sondern auch eine lockere und sensible künstlerische Sicht", fährt der Leiter des Naturkundemuseums Ostbayern in Regensburg fort.

Erstmals in Bayern

Mit der aktuellen Schau in den Räumen des Naturkundemuseums ist dies ein weiteres Mal gelungen. "Animaler" heißt eine Sonderausstellung, die dort derzeit zu sehen ist. Der Titel ist gleichzeitig der Name einer Künstlergemeinschaft, die sich der Betrachtungsweise der Natur verschrieben hat: 12 Maler und eine Bronzebildnerin - das ist in die Abordnung der "Animaler", einer losen Gruppe von Künstlern aus ganz Deutschland, die international agieren und sich nun erstmals in Bayern präsentieren.

Über zwei Stockwerke erstreckt sich die Schau im Naturkundemuseum. Die Darstellungen widmen sich meist der mitteleuropäischen Tierwelt und sind weitgehend traditionell, häufig aber mit einem subtilen künstlerischen Ansatz. Dagmar von Fürstenberg etwa zeigt auf großformatigen Gemälden Wildpferde und Luchse, die in einer gedämpften monochromen Farbskala einen mystischen Charakter erhalten.

Die Aquarelle mit Kranichen von Christopher Schmidt erinnern an die Ästhetik fernöstlicher Kunst. Ute Bartels' Bilder sind auf Seide gemalt. Mit viel Liebe zum Detail ausgestattet, sind diese Seidenmalereien dennoch eher dokumentarische Arbeiten. Der "Muffelwidder", der dem Betrachter bei Hanrath Bernd von Angesicht zu Angesicht entgegenblickt, dagegen ist auf eine sehr persönliche Wirkung hin angelegt.

Band festigen

Realistisch bleiben alle der mehr als 50 gezeigten Arbeiten in der Regensburger Schau. Der Stil entspricht dem Ansinnen der "Animaler". "Tiere sind die ältesten Begleiter des Menschen seit Beginn unserer Naturgeschichte", heißt es in der Erklärung der Gemeinschaft von Tier-, Wildnis- und Naturmalern. "Mit unseren Bildern wollen wir dieses Band festigen und weitergeben, damit die Würde in diesem Verhältnis wieder eine Rolle spielt."

Der Naturmalerei wieder mehr Bedeutung verleihen und gleichzeitig vor allem jungen Menschen ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge vermitteln: Mit diesem Ziel sind sich die "Animaler" und Hansjörg Wunderer vom Naturkundemuseum einig. "Nur wer die Natur kennt, kann sie schätzen. Und nur was man schätzt, kann man auch schützen", so die gemeinsame Überzeugung.

___

Die Ausstellung "Animaler" ist bis 26. Oktober im Naturkundemuseum Ostbayern, Am Prebrunntor 4 in Regensburg zu sehen. Öffnungszeiten: Montag von 9 bis 12, Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 sowie Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter Telefon 0941/507-3443.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.nmo-regensburg.de.
Weitere Beiträge zu den Themen: Magazin (11335)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.