Bamf-Außenstelle in Regensburg nicht voll besetzt
Entscheider fehlen

Politik
Regensburg
22.10.2016
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(gib) Seit rund zehn Monaten verfügt die Regensburger Erstaufnahmeeinrichtung über eine eigene Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Der Vorteil: Flüchtlinge können ihre Asylanträge vor Ort stellen und müssen dafür nicht mehr in die Aufnahmestelle in Zirndorf fahren. Der Haken: Ein beträchtlicher Teil der Entscheider-Posten ist noch nicht besetzt.

46 Planstellen für Entscheider im Asylverfahren sind für die Regensburger Bamf-Außenstelle vorgesehen, doch nur 24,5 Stellen sind besetzt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage" mehrerer Grünen-Abgeordneter hervor. Die Bundesregierung listet darin alle Planstellen, aufgeschlüsselt auf die einzelnen Bamf-Dienststellen, auf.

Warum ist fast die Hälfte der Posten in Regensburg nicht besetzt? Bamf-Sprecherin Kira Gehrmann relativiert die Zahlen auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Angaben der Bundesregierung würden sich auf den Stand zum 1. September beziehen. Zum 1. Oktober seien bereits 33 von 46 Stellen besetzt, weitere 4 Mitarbeiter würden zeitnah eingestellt. "Insbesondere aufgrund kurzfristiger und daher unvorhersehbarer Nichtannahme des Einstellungsangebots von Bewerbern konnten die Stellen nicht wie vorgesehen besetzt werden", erklärt Gehrmann. Aus diesem Grund sei für Regensburg eine neue Stellenausschreibung erfolgt. Derzeit laufe der Auswahlprozess.

Zusammen mit dem damaligen Bamf-Vizepräsidenten Michael Griesbeck hatte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) die Außenstelle in Regensburg im Dezember vergangenen Jahres feierlich eröffnet. Das Bamf-Team startete mit 17 Mitarbeitern, die in Containern auf dem Gelände der Pionierkaserne untergebracht waren.
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