Bauernverbandspräsident kritisiert Luftlandemanöver
Kustner attackiert US-Armee

In den Spuren auf dem Feld eines Landwirts steht nach der Bergung der Fallschirme durch die US-Armee das Wasser. (Foto: Bauernverband)
Politik
Regensburg
22.04.2016
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Der Oberpfälzer Bauernverbandspräsident Franz Kustner hat die US-Armee am Freitag wegen ihrer Luftlandeübung außerhalb des Truppenübungsplatzes Hohenfels (Kreis Neumarkt) zwischen Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) und Burglengenfeld (Kreis Schwandorf) scharf kritisiert. "Das Ganze wäre alles nicht so schlimm gewesen, wäre die Bergung der zurückgelassenen Fallschirme nicht mit Lastwagen erfolgt." Der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete wirft der US-Armee vor, diese entgegen der Zusagen eingesetzt zu haben.

Im Vorfeld habe es geheißen, die landwirtschaftlichen Nutzflächen würden nur in Ausnahmefällen mit schwerem Gerät befahren. "Die Schäden durch die Bergetrupps hätten wirklich nicht sein müssen", zitierte der Bayerische Bauernverband Kustner am Freitag in einer Presseerklärung. Er warnt, dass die Akzeptanz bei den Landwirten für Übungen leide. "Seit 2012 finden in der Region immer wieder Übungen statt, obwohl den Streitkräften in den weitläufigen Truppenübungsplätzen in Hohenfels oder Grafenwöhr sehr große Übungsgelände zur Verfügung stehen." Doch nicht bei allen Anwohnern in den betroffenen Gemeinden stieß die Übung auf Ablehnung. In Emhof bei Schmidmühlen stellten sie sogar Mineralwasser für die übenden Soldaten bereit.
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