CSU-Bundestagsabgeordnete zufrieden mit Bundesverkehrswegeplan
„Ein guter Vorschlag für die Oberpfalz“

Die Oberpfälzer Interessen sehen sie im Bundesverkehrswegeplan einigermaßen gut abgedeckt (von links): die CSU-Bundestagsabgeordneten Philipp Graf Lerchenfeld, Reiner Meier, Barbara Lanzinger, Karl Holmeier und Astrid Freudenstein sowie CSU-Bezirkschef Albert Füracker. Bild: Gibbs
Politik
Regensburg
20.03.2016
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Die Oberpfalz kann zufrieden sein. Diese Botschaft ging am Samstag vom Pressegespräch über den Bundesverkehrswegeplan mit den CSU-Bundestagsabgeordneten aus dem Bezirk in Regensburg aus. Allen Enttäuschten bleibt ein Funken Hoffnung: "Es wird noch Änderungen geben", sagte Karl Holmeier (Cham).

"Unterm Strich ist der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ein guter Vorschlag für die Realisierung der Infrastrukturprojekte in der Oberpfalz", meinte Holmeier. Er rechnet damit, dass der endgültige Plan im November feststeht. Mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof und der Erweiterung der A 3 zwischen dem Kreuz Regensburg und Rosenhof auf sechs Fahrstreifen hätten es zwei überregional wichtige Projekte in den vordringlichen Bedarf geschafft. Für die Elektrifizierung sieht Holmeier eine realistische Chance, dass sie bis 2022 umgesetzt ist. Anwohnern der Bahnstrecke versprach er: "Der Verkehr wird mehr werden, aber der Lärm wird weniger, weil die Güterwagen umgerüstet werden." Weniger klar ist, wann der Ausbau der A 3 zwischen dem Kreuz Regensburg und Rosenhof erfolgen wird. Derzeit laufe das Planfeststellungsverfahren, sagte die Regensburger Abgeordnete Astrid Freudenstein. Danach komme es darauf an, ob das Projekt ohne Klagen durchgeht. "Da sind wir auf hoher See."

Ihr Kollege Philipp Graf Lerchenfeld bedauerte, dass der sechsspurige A 3-Ausbau zwischen Nittendorf und dem Kreuz Regensburg sowie ab der Anschlussstelle Rosenhof nach Deggendorf im Bundesverkehrswegeplan als "unwirtschaftlich" bezeichnet wird. "Wir müssen hier auf eine Höherstufung drängen", sagte Lerchenfeld. Ein erstes Gespräch habe er dazu bereits mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geführt. Im Zuge der Bürgerbeteiligung, die ab heute läuft, müssten der starke Zuwachs an Einwohnern und Industrie in der Region noch einmal hervorgehoben werden. Die Gelegenheit zur Diskussion haben Vertreter aus Niederbayern und der Oberpfalz auch am 8. April: Dann wird Dobrindt zu einer Verkehrskonferenz in Straubing erwartet.

"Hoffnungsvoll gestimmt" war der Tirschenreuther Bundestagsabgeordnete Reiner Meier für die nördliche Oberpfalz, insbesondere wegen der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg. Er betonte, dass die Oberpfälzer Abgeordneten an einem Strang ziehen. "Es gibt kein Hickhack zwischen dem Norden, dem Süden und der Mitte." Gerne würde er noch erreichen, dass die Ortsumgehung Grafenwöhr B 299 in den vordringlichen Bedarf eingestuft wird.

Die Amberger Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger freute sich, dass der Ausbau der Metropolenbahn von Nürnberg über Amberg, Schwandorf und Cham nach Furth im Wald in Richtung Prag zumindest als Vorhaben des potenziellen Bedarfs eingestuft wurde. "Wir müssen jetzt alle Weichen auf Grün stellen." Auch CSU-Bezirkschef Albert Füracker betonte die "nationale Bedeutung" dieser Strecke. Er wies daraufhin, dass alle Infrastrukturprojekte auch von der Akzeptanz der Bürger abhängen. "Sie müssen sich mitgenommen fühlen."
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