Forderungen des Zukunftsrates in Regensburg
Vielfalt statt Autos

Professor Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München und Vorsitzender des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft. Bild: Gibbs
Politik
Regensburg
25.01.2016
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Die bayerische Wirtschaft ist auf Erfolgskurs. Experten warnen aber davor, sich allein auf die Zugpferde Fahrzeug- und Maschinenbau zu verlassen. Es müsse ein neuer Gründergeist in der Gesellschaft erwachen. "Uns geht es gut, aber wir wollen, dass es so bleibt", stellt Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), fest. 2014 hatte er deshalb den Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft ins Leben gerufen - nicht zu verwechseln mit dem Zukunftsrat der Bayerischen Staatsregierung, der vor fünf Jahren heftige Kritik für seine Vorschläge einstecken musste. Am Montag diskutierte Gaffal zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft an der Uni Regensburg darüber, "was Bayern morgen braucht". Professor Wolfgang Herrmann, Präsident der Technischen Universität (TU) München und Vorsitzender des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft, ermahnte die Unternehmen, am Ball zu bleiben.

"Die Gewohnheiten des Denkens und Lebens verändern sich derzeit dramatisch", sagte Herrmann. Mit Blick auf Globalisierung, Digitalisierung und immer kürzere Innovationszyklen fordert er vor allem eines: "Wir müssen miteinander kommunizieren." Es gelte, neue Kooperationsformen zu wagen, insbesondere zwischen Mittelstand und Hochschulen. Denn: Kleine und mittelständische Unternehmen können sich meist keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen leisten wie große Konzerne. Sie sollen künftig enger mit den Hochschulen zusammenarbeiten, empfiehlt der Zukunftsrat. Die Strategie "Industry on campus" soll dabei helfen: Es beflügele sowohl Unternehmen als auch Hochschulen, wenn sie Tür an Tür nebeneinander stehen. Denn: Je öfter Wissenschaftler und Firmenmitarbeiter zusammen einen Kaffee trinken gehen, desto schneller schreiten Entwicklungen voran.
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