Kriminalpolizei ermittelt wegen Facebook-Posts
Trittbrettfahrern drohen harte Strafen

Politik
Regensburg
26.07.2016
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Regensburg/Weiden. (dpa/nt/az) Nach dem Amoklauf von München mit zehn Toten hat die bayerische Polizei Trittbrettfahrern mit empfindlichen Strafen gedroht. "Neben den strafrechtlichen Maßnahmen könnten die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden", betonte am Montag der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Marco Müller, mit Blick auf mögliche Nachahmungstäter. So kursierte am Montag auf WhatsApp das Gerücht, dass bei McDonalds's in Weiden um 17 Uhr ein Anschlag verübt werden solle. Wie die Polizei am Montagabend mitteilte, hätten aber intensive Recherchen jeglichen Verdacht ausräumen können. Es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden.

Die Regensburger Kriminalpolizei ermittelte einen Tatverdächtigen, der Facebook-Einträge, die dem des Münchener Amoktäters ähneln, verfasst haben soll. Dieser hatte nach Angaben der Polizei vor der Bluttat im Bereich des Münchener Olympia-Einkaufszentrum in dem Sozialen Netz angekündigt, in einem Schnellrestaurant etwas spendieren zu wollen. Offenbar wollte der 18-Jährige so Leute in das Restaurant locken.

Einen ähnlichen Wortlaut benutzt ein Facebook-Benutzer am Wochenende, um zu einem Besuch in einem Schnellrestaurant in den Regensburger Arcaden aufzurufen. In einem Beitrag von Sonntag, den der Bayerische Rundfunk zitiert, heißt es etwa: "Kommt morgen um 17 Uhr meggi in arcaden". Wie das Polizeipräsidium mitteilte, gebe es Hinweise, dass solche Aufrufe von verschiedenen Facebook-Profilen aus erfolgt seien. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, um weitere Verfasser zu identifizieren

Es gebe keinen Grund, das Einkaufszentrum zu meiden. Die Polizei hatte aber vorsorglich Beamte in das Einkaufszentrum und die Umgebung geschickt und stehe in engem Kontakt zur Geschäftsleitung der Arcaden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise auf Ersteller solcher Nachrichten geben können, sich bei der Kripo Regensburg zu melden.
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