Schwere Vorwürfe gegen Sascha Rossmüller und MC Bandidos
Rocker-Prozess: Erneut Eklat im Gerichtssaal

Politik
Regensburg
28.09.2015
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Als am Freitag der Prozess gegen Sascha Rossmüller und seine Vereinskumpane vom MC Bandidos vor dem Landgericht Regensburg wegen gemeinschaftlichen schweren Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung fortgesetzt wurde hatten sich die Reihen auf der Anklagebank gelichtet. Einer der Angeklagten (37) war wenige Tage vorher in Passau wegen eines anderen Delikts bereits zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Die Strafkammer stellte daher das Verfahren gegen ihn ein.

Die Anhörung eines Kripobeamten zu einer damaligen Zeugenbefragung führte erneut zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen den Verteidigern Helmut Mörtl und Hans Meyer-Mews und dem Gerichtsvorsitzenden Georg Kimmerl. Der Polizist konnte sich an die Vernehmung vor knapp fünf Jahren nicht erinnern und las sie vom Protokoll ab. Er habe die Zeugin über ihre Wahrheitspflicht und ihr Aussageverweigerungsrecht "unvollständig, falsch, irreführend und täuschend" belehrt, lautete die Kritik. Die Frage nach einer Täuschung ließ der Vorsitzende nicht zu, "da es sich nicht um eine Tatsache, sondern eine rechtliche Schlussfolgerung handelt". Im folgenden Disput warf Meyer-Mews Kimmerl vor: "Sie wollen verurteilen, deshalb wurden Sie bereits abgelehnt." Allerdings hatte dies bekanntlich keinen Erfolg. Dennoch widersprach Mörtl der Verwertung der Zeugenaussage. Der Prozess dauert an.
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