Spannung bei Regensburger CSU
Dreikampf um Bundestagskandidatur

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (links), Peter Aumer und Astrid Freudenstein. Archivbilder: Götz, Hartl, hfz
Politik
Regensburg
25.11.2016
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Das Ergebnis dieser Abstimmung wird mit Spannung erwartet: Am Samstag bestimmt die CSU-Delegiertenversammlung im Bundeswahlkreis Regensburg Stadt und Land, wer 2017 als Direktkandidat zur Bundestagswahl antreten wird. Ins Rennen gehen drei Bewerber.

Die Bundestagsabgeordnete Astrid Freudenstein (43), die 2013 überraschend über die CSU-Landesliste den Sprung nach Berlin geschafft hatte, möchte ihre Arbeit dort fortsetzen. Auch Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (64), der 2013 das Direktmandat gewann, will die Region weiterhin als Bundestagsabgeordneter vertreten.

Dritter im Bunde ist Peter Aumer (40), Vorsitzender der Landkreis-CSU. Aumer hatte 2013 zugunsten von Lerchenfeld auf die Bundestagskandidatur verzichtet, weil er sich um den Posten des Regensburger Landrats bewarb - der dann allerdings an Tanja Schweiger (Freie Wähler) ging. Ganz einfach ist die Ausgangslage für keinen der Bewerber. Die Kreis-CSU stellt 104 Delegierte - und hat damit die entscheidende Mehrheit, die Kandidatenfrage zu entscheiden. Doch gibt es aus dem Landkreis mit Lerchenfeld und Aumer gleich zwei Bewerber. Wer bei den Landkreiskandidaten die Nase vorn hat, galt bis vor kurzem als völlig unklar. Bei einer Versammlung vor zwei Wochen, bei der die Landkreis-CSU ihre 104 Delegierten festlegte, gab es jedoch einen deutlichen Fingerzeig: Während Aumer mit den meisten Stimmen zu einem der Delegierten gewählt wurde, landete Lerchenfeld lediglich auf der Liste der Ersatzdelegierten.

Astrid Freudenstein wiederum ist nicht nur darauf angewiesen, dass die 56 Wahldelegierten der Regensburger Stadt-CSU geschlossen für sie stimmen, sondern auch eine ganze Reihe der Landkreis-Delegierten einer "Städterin" ihre Stimme schenken.

Bereits die Terminfindung für die gemeinsame Delegiertenversammlung, die nun an diesem Samstag im Regensburger Kolpinghaus stattfindet, gestaltete sich als schwierig. Freudenstein, die als Bundeswahlkreisvorsitzende fungiert, wollte die Versammlung ursprünglich bereits Ende Juli abhalten. Die Stadt-CSU hatte ihre 56 Delegierten dafür bereits Mitte Juli gewählt. Die Landkreis-CSU hingegen bestimmte ihre 104 Delegierten erst vor zwei Wochen. Mit Verweis auf die Krebserkrankung Lerchenfelds hatte man die Wahl dort nach hinten verschoben. Mittlerweile hat sich Lerchenfeld als gesund zurückgemeldet.
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