Spendenaffäre: Lorenz verlässt Regensburger Koalition
Piratin geht von Bord

Politik
Regensburg
29.07.2016
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Für die Regensburger Rathauskoalition ist es ein empfindlicher Schlag: Tina Lorenz (Piratenpartei) hat erklärt, die Koalition mit sofortiger Wirkung zu verlassen. Hintergrund ist die Spendenaffäre um Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD).

"Unabhängig vom Ausgang der momentanen Ermittlungen sehe ich die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die in der Vergangenheit Grundlage aller Entscheidungen dieses Gremiums war, nach aktuellen koalitionsinternen Diskussionen für mich nicht mehr als gegeben an", schreibt Lorenz. Sie werde ihre Arbeit im Stadtrat als fraktionslose Einzelstadträtin fortsetzen.

Die übrig gebliebenen Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP reagierten enttäuscht auf den Austritt von Lorenz. In den zwei Jahren habe man mit ihr zum Wohle der Stadt vertrauensvoll zusammengearbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung. "Deshalb ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum Frau Lorenz vor einem solchen Schritt die Koalition über ihre Absichten nicht informierte."

Die Regensburger Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenhang mit Parteispenden in Höhe von über einer halben Million Euro gegen OB Joachim Wolbergs sowie gegen drei Regensburger Bauunternehmer.
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