Start der Frühjahrssammlung der Diakonie
"Aus Fremden werden Freunde"

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) besuchte mit Diakoniepräsident Michael Bammessel die Jugendwerkstatt in Regensburg. Der 18-jährige Iraker Mohammed R. absolviert dort eine Ausbildung zum Schneider. Bild: wbr
Politik
Regensburg
02.03.2016
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Zum Start der Frühjahrssammlung der Bayerischen Diakonie besuchten Sozialministerin Emilia Müller und Diakoniepräsident Michael Bammessel die "Jugendwerkstatt" der Diakonie in Regensburg. In den 33 Jahren des Bestehens dieser Werkstatt sind dort mehr als 6800 Jugendliche und junge Erwachsene psychologisch und sozialpädagogisch begleitet worden: Sie lernten Berufe und bekamen Jobs.

Die Ausbilder und Coaches müssen aber selbst mit befristeten Arbeitsverträgen klarkommen, da Zuschüsse nur zeitlich begrenzt bewilligt werden. Dies bedauerte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. Er dankte gleichwohl der Integrations- und Arbeitsministerin Emilia Müller für die Vermittlung von 2,4 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Europäischen Sozialfond sowie 1,5 Millionen aus dem Bayerischen Arbeitsmarktfonds.

Müller betonte die Notwendigkeit bürgerlichen Engagements für die "gewaltige Integrationsaufgabe, die in den kommenden zwei Jahrzehnten vor uns liegt". Die Mittel, die von der Diakonie ebenso wie von der Caritas gesammelt werden, seien dringend notwendig. Die Erlöse der klassischen Sammelaktionen der Wohlfahrtsverbände gehen allerdings seit Jahren stetig zurück: Bei der Diakonie wurden 2010 mehr als 1.9 Million Euro gesammelt, 2014 war es eine halbe Million weniger. Müller und Bammessel appellierten an die Bereitschaft der Bürger, die Integrationsarbeit vor Ort zu unterstützen.

Das Motto der diesjährigen Sammelaktion lautet: "Aus Fremden werden Freunde." Zuvor hatte Müller zusammen mit dem 18-jährigen Iraker Mohammed R. an einer Industrienähmaschine Damenhandtaschen aus knallbuntem Filzstoff genäht.
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