Uni Regensburg weist Kritik von Tierschützern zurück
Verteidigung der Tierversuche

Politik
Regensburg
25.02.2016
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Tierversuche zu wissenschaftlichen Zwecken sind laut der Universität Regensburg auf absehbare Zeit unverzichtbar. "Es geht in bestimmten Forschungsbereichen wie etwa in der Biomedizin nicht ohne, um insbesondere wirksame und unbedenkliche Arznei- oder Lebensmittel entwickeln zu können", sagte ein Hochschulsprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Die tierexperimentelle Forschung erfolge nach strengen gesetzlichen Richtlinien, es würden hohe ethische Anforderungen daran gestellt. Er wies damit Vorwürfe der Tierschutzorganisation Peta zurück, die Universität würde Tiere für Lehrzwecke missbrauchen. Peta hatte kritisiert, im Bereich Medizin würden sowohl getötete Hühnerküken als auch Hühnerembryonen verwendet. Die Versuche würden vor allem an Mäusen und Ratten vorgenommen und müssten behördlich angezeigt werden, so der Uni-Sprecher weiter. Durch ergänzende Verfahren wie die Forschung mit Zell- und Organkulturen solle es weniger Tierversuche geben. "Von Methoden, die einen vollwertigen Ersatz zu Tierversuchen darstellen, ist man derzeit jedoch noch entfernt."

Zuvor schon getötet


Der Tierschutzbeauftragte der Uni, Thilo Spruss, wies darauf hin, dass Präparationen an Hühnerküken und -embryonen in der Ausbildung von Medizinstudenten "keine Tierversuche" im Sinne des deutschen Tierschutzgesetzes darstellten, da diese zuvor tierschutzgerecht getötet worden seien. Die Peta-Fachreferentin gegen Tierversuche hatte von den Verantwortlichen gefordert, "die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen."
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