Universität Regensburg
Katalysator für Ostbayern

Der bayerische Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle lobte die Strategie der Universität Regensburg. Bild: gib
Politik
Regensburg
25.11.2016
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Die Universität Regensburg steht kurz vor einem großem Jubiläumsjahr: 2017 feiert sie ihren 50. Geburtstag mit zahlreichen Festveranstaltungen. Einen kleinen Vorgeschmack gab es am Donnerstagabend beim "Dies academicus" im Audimax. Als die Universität Regensburg 1967 gegründet wurde, sei es darum gegangen, "die Wissenschaft zu den Menschen zu bringen", sagte der bayerische Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle. Er sprach von einer ausgesprochenen Erfolgsgeschichte. Die Universität habe eine katalysatorhafte Wirkung für den ostbayerischen Raum gehabt. Sie habe die richtige Strategie für eine Universität mittlerer Größe gewählt. Einerseits setze sie auf ihre eigenen Stärken, andererseits versuche sie kompetente Kooperationspartner zu gewinnen. Auf diese Weise könne es ihr gelingen, national, aber auch international in der Wissenschaftsgemeinschaft sichtbar zu werden.

Mit 661 Studenten in drei Fakultäten startete die Uni 1967, aktuell sind rund 21 000 Männer und Frauen in elf Fakultäten eingeschrieben. Als "profilierte Volluniversität, die regional verankert ist und international ausstrahlt", bezeichnete Uni-Präsident Udo Hebel sein Haus. Das breitgefächerte Studienangebot werde ständig erweitert, in diesem Jahr unter anderem mit dem Bachelor-Studiengang "Deutsch-Russische Studien". Mit Blick auf die zunehmende Internationalisierung der Universität kommen weitere rein englischsprachige Studiengänge hinzu. "Die Uni ist eine transnationale Drehscheibe", betonte Hebel. 1634 internationale Studenten aus 102 Ländern seien hier eingeschrieben. In einer Online-Umfrage wurde die Uni Regensburg im April dieses Jahres gar zur beliebtesten deutschen Universität bei Erasmus-Studenten gewählt.

Als größten Erfolg im vergangenen Jahr bezeichnete der Präsident die Aufnahme des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in die Leibniz-Gemeinschaft ab 1. Januar 2017. Damit hat Regensburg die lang ersehnte erste außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Nun gelte es, auch die Aufnahme des Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI) in die Leibniz-Gemeinschaft bis Anfang der 2020er Jahre Wirklichkeit werden zu lassen. Stolz zeigte sich Hebel auf die im vergangenen Jahr eingeworbenen Drittmittel in Höhe von rund 61 Millionen Euro. Weiter verfolge die Universität die notwendigen Baumaßnahmen auf dem Campus, sagte er. Dazu gehöre die Sanierung der Tiefgarage und des Forums.

Den Festvortrag hielt Professor Ulf Brunnbauer, geschäftsführender Direktor des IOS. Sein Institut betreibt historische und sozialwissenschaftliche Forschung über Länder, "die sich sehr deutlich von Westeuropa unterscheiden". Häufige tiefe historische Zäsuren würden die Gesellschaften in Ost- und Südosteuropa prägen. Die Folge: "Aufbruchsgeist verschmilzt mit Apathie, Übermut mit Depression".

Traditionell werden beim Dies academicus Studenten und Wissenschaftler für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Der DAAD-Abschlusspreis ging in diesem Jahr an Anne-Sophie Donnarieix, der Förderpreis "Sprache und Recht" an Dr. Jörg Michael Schindler. Privatdozent Dr. Stephan Schreml wurde mit dem Habilitationspreis der Freunde der Universität Regensburg ausgezeichnet. Mit der Medaille "Bene Merenti" wurde der emeritierte Professor Heini Murer für seine besonderen Verdienste um die Uni Regensburg geehrt. Ernst Baumann, langjähriges Mitglied im Hochschulrat, wurde zum Ehrensenator ernannt.

Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle lobte die Strategie der Uni Regensburg.

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