Vergabe der Kommunalen Verdienstmedaillen
Loben fast bis zur Erschöpfung

Viele Politiker aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach bekamen in Regensburg für ihren Einsatz zum Gemeinwohl die Kommunale Verdienstmedaille von Regierungspräsident Axel Bartelt (Siebter von links) überreicht: Peter Braun (Vierter von links), Norbert Bösl (Achter von links), Johann Bauer (Neunter von links), Franz Kustner (Zehnter von links) Heinz Lang (Achter von rechts), Alfred Ebert (Fünfter von rechts) und Herbert Steinmetz (Dritter von rechts). Mit im Bild sind Familienangehörige und Vertreter der Politik
Politik
Regensburg
30.08.2016
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"Ich bin jetzt mittelmäßig erschöpft", sagte Axel Bartelt, nachdem er alle Laudationes verlesen und alle Urkunden vergeben hatte. Eine Kommunale Verdienstmedaille in Silber und 23 in Bronze verlieh der Regierungspräsident am Dienstag im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg.

"Es ist aber auch ein besonderer Tag für mich", betonte er. Die Auszeichnung verdienter Persönlichkeiten sei immer einer der schönsten Momente in seinem Dienstalltag. Das Staatsministerium des Innern ehre Menschen, die sich mehr als das Notwendige, mehr als das im Allgemeinen Erwartete, für das Wohl der Bürger in den Städten und Gemeinden, Landkreisen und Bezirken eingesetzt haben. "Sie leisteten damit einen wichtigen Beitrag für die Stärkung und Festigung des Gedankens der kommunalen Selbstverwaltung", sagte Bartelt.

Die kommunale Selbstverwaltung sei in Bayern ein hohes Gut und wesentlicher Eckpfeiler des Gemeinwesens. Sie erfülle an der Nahtstelle zwischen Bürger und öffentlicher Verwaltung eine besondere Funktion. Sie ermögliche Entscheidungen mit der Sachkenntnis vor Ort und besitze in der örtlichen Gemeinschaft eine unmittelbare demokratische Legitimation. Bartelt: "Ein kommunales Amt über Jahre hinweg auszuüben, bedeutet, eine oft harte und mühevolle Arbeit auf sich zu nehmen. Kommunen, Landkreise und Bezirke bewältigen eine Vielzahl von Aufgaben, die in den letzten Jahrzehnten immer umfangreicher wurden.

Die große Politik werde in Brüssel, Berlin oder München gemacht. Das Meiste von dem aber, was der Bürger im Alltag tatsächlich erlebt, spielt sich nach wie vor in den Städten, Märkten und Gemeinden ab."

Es sei zu beobachten, dass viele Menschen angesichts der Globalisierung und eines beschleunigten Wandels wieder vermehrt Halt in einer stabilen und überschaubaren Gemeinschaft suchen. Hier setze die große Verantwortung der Kommunalpolitik an, betonte der Regierungspräsident.

Die Laudationes des Regierungspräsidenten Axel BarteltJohann Bauer , Gemeinderat in Ebermannsdorf und ehemaliger 2. Bürgermeister: "Schon 32 Jahre sind Sie, Herr Bauer, kommunalpolitisch aktiv. Seit 1984 sind Sie ohne Unterbrechung Mitglied des Gemeinderats, davon sechs Jahre als 2. Bürgermeister. In diese Zeit fielen große Umstrukturierungen im Gemeindebereich. Als Seniorenbeauftragter liegt Ihr Augenmerk auf den durch den demografischen Wandel immer stärker zu berücksichtigenden Belangen der älteren Mitbürger."

Norbert Bösl , ehemaliger 2. Bürgermeister von Hahnbach : "Drei Jahrzehnte waren Sie, Herr Bösl, der Kommunalpolitik in besonderem Maße verbunden. So waren Sie von 1984 bis 2014 ununterbrochen Mitglied des Marktgemeinderats Hahnbach. Von 2003 bis 2014 waren Sie 2. Bürgermeister. In den vielen Jahren haben Sie stets geradlinig die Interessen der Bürger vertreten. Gerade in der schwierigen Zeit nach der Gebietsreform waren Sie stets um einen Ausgleich und um das Miteinander in der neuen Großgemeinde bemüht. Deshalb setzten Sie sich auch nachdrücklich für das Funktionieren der Verwaltungsgemeinschaft mit der Mitgliedsgemeinde Gebenbach ein. Trotz schwieriger Finanzlage gab es für Sie keine Alternative zu den umfangreichen Investitionen und zur Wandlung von einer landwirtschaftlich orientierten zur attraktiven Wohngemeinde, hin zum Kleinzentrum."

Peter Braun , Bürgermeister von Schmidmühlen , Mitglied des Kreistags Amberg-Sulzbach und ehemaliger Bezirksrat: "Seit 26 Jahren sind Sie, Herr Bürgermeister Braun, kommunalpolitisch aktiv. Von 1990 bis 2002 waren Sie Mitglied des Marktgemeinderats, seit 2002 sind Sie Bürgermeister des Marktes Schmidmühlen. Von 2008 bis 2013 waren Sie Mitglied des Bezirkstags Oberpfalz, seit 2014 sind Sie Mitglied des Kreistags Amberg-Sulzbach. In all den Jahren haben Sie durch Ihren außerordentlichen Einsatz die Entwicklung des Marktes Schmidmühlen vorangebracht. In Ihre Amtszeit fallen zahlreiche Baumaßnahmen. Ein Höhepunkt waren die Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen des Marktes im Jahr 2010."

Alfred Ebert , Gemeinderats in Illschwang und ehemaliger 2. Bürgermeister: Herr Ebert, schon seit 26 Jahren engagieren Sie sich in der kommunalen Selbstverwaltung. Seit 1990 sind Sie Mitglied des Gemeinderats Illschwang, davon 16 Jahre als 2. Bürgermeister. In dieser langen Zeit waren Sie maßgeblich an allen Entscheidungen beteiligt, um Illschwang zu einem modernen Gemeinwesen zu entwickeln. Besonders am Herzen liegt Ihnen der Tourismus: Ihr Bemühen galt und gilt dem Erhalt des Freibades sowie der Neugestaltung des Hopfenmuseums und des Dorfplatzes. Als Vertreter der Gemeinde im Tourismusverein Sulzbacher Bergland haben Sie sich für die Erstellung neuer Wanderkarten und neuer Hinweistafeln eingesetzt."

Herbert Steinmetz , ehemaliger Bürgermeister von Birgland : "24 Jahre waren Sie, Herr Steinmetz, dem Allgemeinwohl in besonderem Maße verpflichtet. Von 1990 bis 1996 waren Sie 2. Bürgermeister, von 1996 bis 2014 Bürgermeister der Gemeinde Birgland. In dieser langen Zeit haben Sie mit unermüdlichem Einsatz das Bild der Gemeinde maßgeblich mitgeprägt. Ein besonderes Anliegen war Ihnen der Ausbau der gemeindlichen Entwässerungsanlagen sowie die ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung im gesamten Gemeindegebiet. Besonders am Herzen lag Ihnen der Tourismus ."

Franz Kustner , Mitglied des Kreistags Amberg-Sulzbach und ehemaliger Stadtrat in Hirschau , Ex-Senator und -Landtagsabgeordneter: "Herr Kustner, Sie widmen sich bereits seit mehr als 30 Jahren der kommunalen Politik. Seit 1984 gehören Sie ohne Unterbrechung dem Kreistag des Landkreises Amberg-Sulzbach an. Von 1996 bis 2014 waren Sie Mitglied des Stadtrats Hirschau. In all den Jahren haben Sie sich stets mit beispielhaftem Engagement für die Belange des Landkreises Amberg-Sulzbach und seiner Bevölkerung eingesetzt. Ihr besonderes Anliegen galt der Verbesserung der Infrastruktur, um die Bedingungen für eine harmonische wirtschaftliche Fortentwicklung zu fördern, den Ansprüchen im Hinblick auf die Lebensverhältnisse gerecht zu werden und der Abwanderung der Bevölkerung in die Ballungsgebiete zu begegnen."

Heinz Lang , Ehemaliger 3. Bürgermeister von Kastl und Ex-Kreisrat von Amberg-Sulzbach: "30 Jahre waren Sie, Herr Lang, dem Allgemeinwohl in besonderem Maße verpflichtet. Von 1984 bis 2014 waren Sie ununterbrochen Mitglied des Marktgemeinderats Kastl, davon zwölf Jahre als 3. Bürgermeister. Dem Kreistag Amberg-Sulzbach gehörten Sie von 1996 bis 2002 an. Besonders am Herzen lag Ihnen, den Tourismus in Ihrer Gemeinde zu stärken und zu beleben. So waren Sie bei der Organisation und Durchführung der Schweppermannspiele 1998 maßgeblich beteiligt. Ein wichtiges Ziel ist Ihnen die Stärkung der örtlichen Handwerksbetriebe sowie die Belebung von Handelsgeschäften."
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