Wunsiedler Ehrenmedaille und Regensburger Continental Arena im Schwarzbuch
Verschwendung zu Lasten der Steuerzahler

Continental Arena in Regensburg Bild: dpa
Politik
Regensburg
30.09.2015
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Regensburg/Wunsiedel. Im heute veröffentlichten Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler finden sich die Regensburger Continental Arena und die Stadt Wunsiedel. Beide dort aufgeführten Beispiele sind, laut Schwarzbuch immense Verschwendungen von Steuergeldern.

Am 10. Juli 2015 wurde die neue Continental Arena mit dem Eröffnungsspiel SSV Jahn Regensburg gegen den FC Augsburg ihrer Bestimmung übergeben. Die Kosten für die Errichtung dieser modernen Arena betragen einschließlich Erschließung, Herstellung von Park- und Stellplätzen, Außenanlagen etwa 52 Millionen Euro. Auch wenn Fußballfans anderer Auffassung sein mögen, meint der Bund der Steuerzahler, dass das neue Regensburger Fußballstadion ein millionenteures Pres­tigeprojekt zu Lasten der Steuerzahler ist.

Nach der Ehrensatzung der Stadt Wunsiedel vom 3. Mai 1976 wird an Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt große Verdienste erworben haben, die Ehrenmedaille in Gold verliehen. 2014 verlieh Wunsiedel fünf Medaillen an verdiente Stadtratsmitglieder. Zwei der verliehenen „Goldmedaillen“ hatten einen Stückpreis von 2 780 Euro. Die weiteren Medaillen lagen seit 2009 im städtischen Tresor. Der damalige Anschaffungspreis betrug 1 910 Euro pro Medaille.

Aufgrund der prekären Finanzsituation – die Stadt Wunsiedel war Ende 2013 die höchst verschuldete Stadt in Bayern – hätte gespart werden müssen. Daher muss die Frage erlaubt sein, so der Bund der Steuerzahler, ob eine Verdienstmedaille unbedingt aus reinem Gold bestehen muss? Nun wird laut der Stadt Wunsiedel über eine kostensparende Ersatzlösung nachgedacht.
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