Eishockey Oberliga Süd
Aggressiver EVR legt wieder vor

Im dritten Play-off-Match zwischen den Blue Devils (links Dominik Schopper, rechts Marius Nägele) und dem EV Regensburg ging es hart zur Sache. Der Vorrunden-Meister gewann am Mittwoch mit 6:1 und ging in der "Best-of-five"-Serie mit 2:1 in Führung. Am Freitag um 20 Uhr steigt in der Weidener Hans-Schröpf-Arena das vierte Spiel. Bild: Gebert
Sport
Regensburg
16.03.2016
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Die Blue Devils haben im Play-off-Viertelfinale der Oberliga Süd einen weiteren Coup gegen den Vorrunden-Meister verpasst. Nach dem 1:6 in Regensburg müssen die Weidener Match vier zu Hause gewinnen, um ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Zwei Spieler sind am Freitag allerdings nicht dabei.

Die erste spannende Frage vor dem Anpfiff lautete: Wie würde sich die TV-Übertragung des Bayern-Spiels gegen Juventus Turin auf das Zuschauerinteresse auswirken? Nun, mit 2758 Eishockeyfans fanden rund 250 weniger als vor sechs Tagen den Weg in die Donau-Arena. Und sie sahen eine Regensburger Mannschaft, die bereits im ersten Drittel den Grundstein legte für den 6:1 (3:0, 1:1, 2:0)-Sieg und das 2:1 in der "Best-of-five-"Serie. Der Weidener Kampfgeist reichte an diesem Abend nicht aus, um den Favoriten ein weiteres Mal zu ärgern.

Berwanger hatte seine Mannschaft personell umgestellt. Auf der zweiten Ausländerposition stürmte der zuletzt fehlende Jacob Laliberte. Grippebedingt musste dagegen Jakub Wiecki passen.

Waldowsky ins Klinikum


Der Hauptrunden-Spitzenreiter ging von Beginn an extrem aggressiv zur Sache und kaufte den Gästen den Schneid ab. Ein erstes Opfer der körperbetonten Spielweise des Gegners wurde Marcel Waldowsky. Nach 19 Sekunden erhielt der Stürmer einen Check gegen den Kopf, was jedoch ungeahndet blieb und Berwanger auf die Palme brachte: "So etwas muss eine Spieldauer- oder Matchstrafe geben!" Doch nicht nur in dieser Situation sprach der Weidener Coach von einer "unvorstellbar schlechten Schiedsrichterleistung". Waldowsky spielte noch drei Minuten weiter, um dann aber vom Eis zu gehen. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde er ins Krankenhaus gebracht.

drängte vehement auf die Führung und hatte in der 6. Minute Erfolg: Lukas Heger profitierte von einem schlampigen Abspiel des Weidener Torhüters Fabian Hönkhaus und lochte zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag für die Gäste: Ein Regensburger Überzahlspiel verwertete Peter Flache zum 2:0 (8.). Die Blue Devils kamen offensiv kaum zur Geltung. Bis auf eine Ausnahme, aber Philipp Siller scheiterte in einer 1:1-Situation an Heimkeeper Cody Brenner. Besser machte es auf der Gegenseite erneut Heger, der in der 13. Minute zum fast schon vorentscheidenden 3:0 traf.

Die Drittelpause nutzten die Blue Devils zu zwei Dingen: Bei Thomas Schreier wurde ein Cut unter dem Auge geschlossen, während Berwanger seine Mannschaft auf eine forschere Gangart einschwor. Diese Vorgabe setzten die Blau-Weißen um. Das Spiel verlief nun wesentlich ausgeglichener. Als Jacob Laliberte in der 25. Minute in Unterzahl auf 1:3 verkürzte, kam Regensburg in Bedrängnis. Weiden erarbeitete sich Chancen für einen weiteren Treffer. Der fiel aber auf der Gegenseite: Schopper und Schreier saßen gemeinsam in der Kühlbox und der Favorit nutzte die doppelte Überzahl durch Barry Noe zum 4:1 (35.).

Ortolf: Spieldauerstrafe


Der vierte Treffer war die Vorentscheidung. Im Schlussdrittel legte Regensburg durch Jeffrey Smith (42.) und Daniel Stiefenhofer (59.), jeweils im Powerplay, noch zwei Tore zum 6:1-Endstand nach. Bitter für die Blue Devils: Neben dem verletzten Marcel Waldowsky fehlt am Freitag im vierten Spiel auch Stefan Ortolf, der in der 56. Minute eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte.
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