Jahn-Gegner VFB Stuttgart II verortet Regensburg in Franken
Franken, Schwaben – Hauptsache Jahn-Sieg

Aias Aosman hatte beim letzten Heimsieg gegen den VFB Stuttgart II seinen großen Auftritt. Bilder: Herda
Sport
Regensburg
14.02.2015
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„Wichtig ist, dass wir uns darauf einstellen, nichts geschenkt zu bekommen“, hat Jürgen Kramny, Trainer des VFB Stuttgart II. (14./27 Punkte) den Aufwärtstrend der Regensburger registriert. Während die Gäste zuletzt sieben Mal in Folge sieglos blieben, hat der Jahn aus den ersten zwei Spielen nach der Winterpause immerhin vier Punkte geholt. Am Samstag, 14 Uhr, möchte der Tabellenletzte den Abstand weiter verkürzen.

Dass trotz des Sieges gegen Dortmund und dem Remis bei Hansa Rostock noch nicht alles glänzt was ansatzweise golden aussieht, das weiß auch Trainer Christian Brand. Man wäre bei den „Franken“, wie die Stuttgarter den Jahn geografisch auf ihrer Homepage zuordnen, ja auch schon zufrieden, wenn manches schimmert, das wie Chrom blitzt.

Keine Offenbarung in Rostock

„Die zweite Halbzeit in Rostock war sicher keine spielerische Offenbarung“, gibt Brand zu. „Es muss aber unser Anspruch sein, auch spielerisch mehr zu bringen.“ Der Trainer fordert Spieler, die in Stresssituationen dem Druck gewachsen seien. „Es reicht nicht, sich nur noch aufs Verteidigen zu konzentrieren, weil sonst klingelt’s irgendwann mal, und ich glaube nicht, dass alle Mannschaften so viele Chancen liegenlassen wie Rostock.“

Stuttgart sei ein anderes Kaliber als die beiden Gegner zuletzt: „Ich weiß auch nicht welche Profis die einsetzen“, rästelt der Niedersachse über die Aufstellung der Schwaben. „Es kann sein, dass Konstantin Rausch, Daniel Ginczek und Mohammed Abdellaoue spielen.“ Dass für den Jahn jedes Spiel bis zum bitteren oder gar süßen Ende eminent wichtig sei, das wird der Coach nicht müde zu betonen – Endspielcharakter, Pokalfight sind hier die rhetorischen Muntermacher. „Wenn wir wirklich eine Chance haben wollen, müssen wir Stuttgart schlagen.“ Ein Spiel zum Durchatmen, Fehlanzeige.

Hoffnungsträger sind zurück

Aber klar: „Sportler leben vom Selbstvertrauen, die vier Punkte aus zwei Spielen geben den Jungs das Gefühl, dass sie es schaffen können.“ Und bei aller Wertschätzung des Gegners, habe das Hinspiel gezeigt, dass der VFB-Nachwuchs zu packen ist – die letzte Heimniederlage gegen Stuttgart ist gar schon fünf Jahre her. Mut macht aber weniger die Statistik, sondern vor allem die personelle Lage an der Prüfeninger Straße: Nachdem in Rostock mit Ausnahme von Keeper Richard Strebinger und Marco Königs alle neuen Hoffnungsträger passen mussten, meldet sich heute ein beträchtlicher Teil zurück.

Einsatzbereit sind demnach außer Marcel Hofrath, Marvin Knoll, „der alle Sprints mitgemacht hat“, auch erstmals Adli Lacheb. Von der Ur-Mannschaft meldet sich Fabian Trettenbach zurück, der „einen guten Eindruck im Training hinterlassen hat“. Daniel Franziskus sei seit gestern vom Arzt freigegeben worden. Aykut Öztürk dagegen habe nach Verletzung und grippalem Infekt noch keinen wirklichen Rhythmus.