Jahn muss bei Ingolstadt II auf der ESV-Bezirkssportanlage ran
Klassenprimus darf nicht in die Arena

Er ist jetzt Trainer der Mini-Schanzer: Beim Zweitligsspiel am 11.11.2012 im Audi Sportpark in jubelte Ingolstadts Stefan Leitl über seinen Treffer zum 1:1 gegen Jahn Regensburg. Bilder: Herda/dpa
Sport
Regensburg
21.07.2015
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„Regensburg ist der Klassenprimus“, legt sich Stefan Leitl fest. Der Cheftrainer der U23 des FC Ingolstadt traut dem SSV Jahn nicht nur bei der Heimpremiere am Dienstag, 19 Uhr, im ESV-Stadion einiges zu: „Sie bringen jede Menge Qualität und Selbstvertrauen mit“, sagt Leitl. „Einige Spieler haben Drittligaerfahrung. Sie sind physisch sehr robust und haben gerade in der Offensive ihre Stärken.“ Allerdings: Die jungen Ingostädter fingen sich in Unterhaching erst in der 88. Minute des Ausgleich.

Sammy Ammari hatte die Mini-Schanzer in der 24. Minute in Führung gebracht, Alexander Piller sorgte für den Ausgleich (33.). Die Leitl-Elf wähnte sich nach Aloy Ihenachos 2:1 (74.) in Überzahl bereits auf der Siegesstraße, doch der eingewechselte Orestis Kiomourtzoglou ersparte Regensburgs Drittliga-Abstiegskollegen mit dem 2:2 (86. Minute) eine Auftaktblamage.

Grund genug für Jahn-Coach Christian Brand die Koplimente umgehend zurückzugeben: „Der FC Ingolstadt ist eine sehr spielstarke Mannschaft“, stellt er klar. „Ich habe sie in Unterhaching gesehen. Sie haben mehr Qualität als Aschaffenburg, das wird keine einfache Aufgabe.“ Vor allem dann nicht, wenn die Jahn-Defensive den technisch beschlagenen Nachwuchskickern wieder ähnlich großzügige Flächen einräumt, wie den kleingewachsenen Aschaffenburgern.

Wir müssen leider draußen bleiben

Apropos Fläche: Durften sich die Rot-Weißen mit den schlecht lesbaren Goldnummern vergangenen Donnerstag noch in der Abendsonne über der neuen Continental-Arena sonnen, bleibt den Regensburgern der Zutritt zu Ingolstadts Audi-Sportpark verwehrt. „Wir müssen leider draußen bleiben“, heißt es beim Bundesligisten für junge Wilde und Regionalliga-Amateure.

Die zweiten Mannschaften der Bundesligisten haben indes hinzu gelernt. Der bunte Talentschuppen wird strukturell von erfahrenen Spielern wie Marcel Hagmann ergänzt – der 32-jährige Kapitän war in der Saison 2009/2010 Stamm-Verteidiger beim damaligen Drittligisten Jahn Regensburg.

Nachreiner zurück

Die Gäste aus der Oberpfalz dürften weitgehend auf die Elf setzen, die beim 3:2 gegen Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg mehr Mühe hatte als erwartet. Auch wenn Regensburg erwartungsgemäß das Spiel dominierte – zwei Schnitzer in der Abwehr führten zwischenzeitlich zu einem peinlichen 1:2-Rückstand in der neuen Prunkarena.

Auf die erhoffte Unterstützung von Abwehrprofi Thomas Paulus und die Dynamik eines Fabian Trettenbach muss der Jahn weiter warten. Nur Sebastian Nachreiner könnte nach auskurierter Verletztung der Jahn-Defensive mehr Stabilität verleihen.