SSV Jahn bietet Augsburg Paroli

Das hätte der Ausgleich zum 1:1 für den SSV Jahn Regensburg sein können, doch Markus Palionis schlenzte den Handelfmeter über das Tor des FC Augsburg. Bild: Baehnisch
Sport
Regensburg
11.07.2015
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Fast ausverkauftes Haus, prächtige Stimmung, hochkarätiger Gegner - die Eckdaten beim Eröffnungsspiel der Continental-Arena stimmten. Dass der SSV Jahn dem FC Augsburg mit 1:3 (0:1) unterlag - geschenkt. Viel wichtiger: Die Fans schwelgen in Vorfreude auf eine verheißungsvolle Zukunft im neuen Stadion.

Regensburg. (af) Das einzige Negative der Einweihungsfete: Der SSV Jahn blieb auch im zweiten Spiel in seiner neuen Heimat ohne Sieg. Nach dem 1:2 gegen eine Ostbayern- Auswahl zog der Drittliga-Absteiger drei Tage später erneut den Kürzeren. Den meisten der 14 700 Zuschauer war das Ergebnis jedoch egal. Auf roten Sitzschalen feierten sie ihre Mannschaft, beklatschten gelungene Spielzüge. Was zählte, war dabei zu sein bei einem fast schon epochalen Ereignis für den Regensburger Fußball.

Schon vor dem Anpfiff hatte FCA-Trainer Markus Weinzierl seinem Ex-Klub den schnellen Wiederaufstieg gewünscht. "Ihr gehört nach oben", sagte Weinzierl. "Erst recht mit diesem Stadion."

Wenn die Rot-Weißen wieder in die Drittklassigkeit wollen, dann dürfen sie aber nicht so schlafmützig auftreten wie in der Anfangsphase. Exakt zwei Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball im Regensburger Netz. Daniel Baier hatte Tim Matavz auf halbrechter Position freigespielt, der slowenische Nationalspieler fackelte nicht lange und traf flach zum 0:1. Einen Schuss von Alexander Esswein wehrte die Jahn-Abwehr noch vor der Linie ab (9.) - das war's, mehr kam nicht von der FCA-Offensive in Halbzeit eins.

Die Jahn-Spieler boten dem Favoriten lange Zeit im Mittelfeld Paroli, ohne sich aber Chancen zu erarbeiten. Dies änderte sich schlagartig in den letzten 15 Minuten vor der Pause. Uwe Hesse bot sich die erste Möglichkeit zum Ausgleich, er verzog aber aus 18 Metern (30.) genau wie Kolja Pusch (43.). Dazwischen. wäre das 1:1 unbedingt fällig gewesen. Markus Palionis trat zu einem umstrittenen Handelfmeter an, der Kapitän schlenzte das Leder jedoch unmotiviert über das Gehäuse (35.).

Mölders-Weitschuss passt

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Weinzierl komplett durch. Souveräner wurde das Spiel des Favoriten dadurch nicht. Ein Weitschuss von Sascha Mölders musste herhalten, um die Schwaben endgültig auf die Siegerstraße zu bringen (62.). Die Oberpfälzer gaben aber nicht auf. Mehrmals lag der Anschlusstreffer in der Luft. Für den sorgte dann Kolja Pusch: Der Mittelfeldspieler verwandelte einen an ihm verursachten Foulelfmeter zum hochverdienten 1:2 (81.). Die Jahn-Hoffnungen auf ein Remis zerstörte Tobias Werner zwei Minuten vor dem Schlusspfiff mit dem 1:3 (88.).

Während der FC Augsburg seine Testspielreihe am Sonntag beim Telekom Cup in Mönchengladbach fortsetzt, steht für den SSV Jahn der Ernstfall an. Zum Regionalliga-Eröffnungsspiel gastiert um 19 Uhr der Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg. Eine dritte Niederlage ist dann allerdings verboten.
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