Triathlon
Raphael triumphiert in Regensburg

Sport
Regensburg
17.08.2016
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Jan Raphael war ganz schön kaputt. Im Ziel angekommen, war der Sieger des Regensburger Challenge aber nicht zu müde, um Strecke und Publikum zu loben.

(us) Vor rund 25 000 begeistert mitgehenden Zuschauern triumphierte der Triathlet von Hannover 96 auf der Langdistanz mit einer Zeit von 8:27:27 Stunden. Als Zweiter kam Chris Fischer aus Dänemark mit einem Rückstand von 4:03 Minuten ins Ziel. Dritter wurde Matic Mocic mit einer Gesamtzeit von 8:39:30 Stunden. Rund 1100 Athleten aus 32 Nationen waren am Start.

Raphael legte den Grundstein zum Sieg beim Schwimmen. Er stieg als Dritter nach 3,8 Kilometer im Guggenberger Weiher aus dem Wasser. Besser beim Schwimmen waren nur Sebastian Veith (AST Süßen) und Sebastian Bleisteiner (Team Memmert). Der Mann aus Hannover übernahm dann beim Radfahren über 180 Kilometer die Führung, baute diese aus und gab diese auch beim abschließenden Marathon nicht mehr her. "Ich konnte meinen Vorsprung beim Laufen halten", sagte der strahlende Sieger. Die Strecke sei landesweit die schönste und auch das Publikum sei toll gewesen, lautete das Lob des Niedersachsen. Die Zuschauer unterstützten den Führenden auch dann, als ihn Krämpfe plagten und er Gehstrecken einlegen musste. "Der Vorsprung hat dann doch gereicht", freute sich ein völlig erschöpfter Jan Raphael.

Viellehner holt auf


Bei den Damen dominierten zunächst Kathrin Walther (AST Süßen) und Nicole Woytsch (LAZ Saarbrücken) beim Schwimmen und beim Radfahren. Aber die auf dem sechsten Platz zurückliegende Julia Viellehner (TSV Altenthann) holte beim Laufen mächtig auf. Als sich Erika Cosmor (FTC-Fohans) bei Kilometer elf an die Spitze setzte, lag Viellehner schon auf Platz drei. Über die restliche Distanz setzte sich Viellehner an die Spitze und gewann in der Klasse der Damen mit 9:37:32 Stunden Minuten. Es war ihr erster Sieg auf einer Langdistanz. Zweite wurde Erika Csomor aus Ungarn mit einem Rückstand von sieben Minuten. Dritte wurde Silvia Felt vom TSG Weinheim (9:48:17).

Der Challenge war eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm. Dazu gehörte am Vortag der Kinderlauf über 600 und 1200 Meter, an dem 120 Kinder teilnahmen. Jeder erhielt eine Medaille. Danach startetete der dritte Regensburger Purendure Frauenlauf. Das Ziel erreichten 415 Läuferinnen. Der Kurs führte sechs Kilometer durch die Altstadt. Jede Teilnehmerin erhielt eine Rose. Profi-Läuferin und Organisatorin Sonja Tajsich entschied sich kurzfristig, mit Babyjogger am Ende des Pulks mitzulaufen. Mit 21:03 Sekunden war Franziska Reng die Schnellste. Platz zwei belegte Fiona Park, Dritte wurde Steffi Enders. 218 Teilnehmer testeten beim Einsteiger-Triathlon ihr sportliches Können.

Ein internationales hochkarätiges Starterfeld mit 1100 Athleten aus 32 Nationen maß seine Kräfte. Mit den Organisatoren Sonja und Tom Tajsich hat die Stadt einen Fünfjahresvertrag für den Challenge abgeschlossen. Ihre Sportevent-Firma Purendure erhielt eine Anschubfinanzierung von 75 000 Euro. Die jährlichen Kosten von geschätzten 1,1 Millionen Euro unterstützt die Stadt mit 200 000 Euro. Den Rest sollen die Sponsoren tragen.
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