Weil's so schön war: Neuauflage Jahn gegen FC Amberg
"Das ist ein Hammerlos"

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die Amberger lassen sich nach ihrer Aufholjagd vom eigenen Anhang trotz 3:4-Niederlage feiern. Am Mittwoch haben sie die Chance, den Spieß im Achtelfinale des Toto-Pokals umzudrehen. Bilder: Herda
Sport
Regensburg
08.09.2015
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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die Amberger lassen sich nach ihrer Aufholjagd vom eigenen Anhang trotz 3:4-Niederlage feiern. Am Mittwoch haben sie die Chance, den Spieß im Achtelfinale des Toto-Pokals umzudrehen. Bilder: Herda

Auf der Anzeigetafel stand eine Rekordzahl: 12 689. So viele Zuschauer wollten am 14. August das Spiel in der Regionalliga Bayern zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem FC Amberg sehen. Heute stehen sich die beiden erneut in der Continental-Arena gegenüber.

Der Grund dafür heißt Toto-Pokal. Und in dem trifft die Amberger Elf von Timo Rost auf das Team, das derzeit die größte Hürde im bayerischen Amateurfußball darstellt: Nämlich den SSV Jahn Regensburg. Anstoß ist am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Continental-Arena. "Das ist ein Hammerlos", sagt Rost.

Erst vor gut vier Wochen, genauer gesagt am 14. August, standen sich beide Teams zuletzt gegenüber. Vor der Rekordkulisse von 12 689 Zuschauern gewann der Jahn damals am 6. Spieltag mit 4:3, auch wenn es der FC Amberg zum Ende hin noch mal richtig spannend machte. Ambergs Trainer Timo Rost war damals ziemlich beeindruckt von dem, was seine Elf beim großen Favoriten zeigte.

Am Anfang zu nervös

Man hätte mehr mitnehmen können, wäre man in der Anfangsphase nicht so nervös und ängstlich aufgetreten, so Rost. "Wir haben die Partie genau analysiert und wissen, was uns gegen die wohl beste Mannschaft der Regionalliga erwartet."

Angst hat man aber keine beim FC Amberg - und beim Jahn schon gleich recht nicht. Denn die bisherige Punktausbeute liest sich wie gemalt: 25 von 27 möglichen Punkten konnten die Domstädter in der Regionalliga nach neuen absolvierten Partien einfahren. Damit steht der Jahn auch mit deutlichem Abstand an der Tabellenspitze. Am vergangenen Wochenende zeigte man, dass es auch mal eng und dreckig geht: 1:0 gewann Regensburg durch ein Münchner Eigentor bei der U23 der Münchner Löwen. Ganz wichtig dabei einmal mehr die Erfahrung des Jahn-Kaders.

Wie wichtig die ist, das merkten die Regensburger auch in dieser Saison schon im Pokal. Gab es in der ersten Runde beim Bezirksligisten SpVgg Hainsacker noch einen lockeren 5:0-Auswärtssieg, wurde es in der zweiten Runde schon enger. Gegen den Landesligisten TSV Neudrossenfeld mühte man sich lang und ging am Ende mit einem knappen 1:0-Erfolg vom Feld - Erfahrung war da wohl ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Und: An den letzten Auftritt im DFB-Pokal, der am Ende des langen Wegs Toto-Pokal steht, erinnert man sich noch beim SSV Jahn. In der Saison 2013/14 empfing man den Zweitligisten FC Union Berlin im alten Jahnstadion, zog jedoch bereits in Runde 1 den Kürzeren und schied mit 1:2 aus. In der aktuellen Form ist dem Jahn aber durchaus zuzutrauen, in der kommenden Spielzeit erneut DFB-Pokal-Luft schnuppern zu können - und trotzdem steht zuvor noch die Aufgabe FC Amberg.

"Weit voraus"

Die Schwarz-Gelben erledigten ihre bisherigen Pokalaufgaben souverän: Gegen den SV Sorghof gab es einen 0:3-Auswärtssieg (2 Tore Christian Knorr, 1 Sven Seitz), in der zweiten Runde bezwang man den alten Lokalrivalen Weiden auf dessen Platz mit 2:0 (Tore durch Junior Torunarigha und Marco Wiedmann). Dass der FC Amberg in diesen Partien - im Gegensatz zu heute - Favorit war, ändere nichts, so Timo Rost: "Der Jahn ist uns in vielen Belangen weit voraus, das wird eine Herkulesaufgabe. Aber wir freuen uns einfach auf die Partie, es ist geil, dort noch einmal spielen zu dürfen."

Und so steht den Oberpfälzer Fußballfans das nächste Fest bevor. Einen Kampf bis zum Umfallen will der kleine FC Amberg dem großen SSV Jahn Regensburg auch diesmal wieder liefern. Verzichten muss Rost dabei aber erneut auf Andreas Graml (Knöchelverletzung).
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