Bundesweite Razzia wegen Verdachts auf Schwarzarbeit
Ermittlungen gegen Baufirma aus der Region

Symbolbild (Foto: dpa)
Vermischtes DE/WELT
Regensburg
08.11.2016
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Es geht um die Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe: Ein Bauunternehmer aus dem Kreis Regensburg steht im Verdacht, ein Abrechnungssystem zur Förderung von Schwarzarbeit gesteuert zu haben. Wie die Pressestelle der ermittelnden Staatsanwaltschaft München I auf Anfrage mitteilte, gehe es um das Stellen von Schein-Rechnungen im großen Stil.

Mit den Schein-Rechungen, denen keine Leistungen zugrunde lagen, wurden Schwarzgelder generiert, von denen wiederum Schwarzarbeiter bezahlt worden seien. Seit dem frühen Dienstagmorgen untersuchten Polizei und Zoll zeitgleich mehr als 14 Objekte von Firmen in Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Bis zum Vormittag waren laut Staatsanwaltschaft sechs von 13 Haftbefehlen vollzogen.

Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks hätten sogenannte Servicegesellschaften an Baufirmen Schein-Rechnungen geschrieben. Nach der Bezahlung hätten die Baufirmen das Geld aber "unter der Hand" zurück bekommen, um damit zum Beispiel Schwarzarbeiter zu bezahlen.

Der Schaden, was die Hinterziehung von Sozialabgaben angeht, betrage laut Staatsanwaltschaft rund 1,5 Millionen Euro. Der Steuerschaden lasse sich noch nicht genau beziffern.
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