17-Jähriger wenig später in der Nähe einer Schule in Burgweinting verletzt aufgefunden
Jugendlicher mit Waffe bedroht Lehrer

Kamerateams vor der Mittelschule in Burgweinting, wo ein 17-Jähriger für Schrecken sorgte. Bild: gib
Vermischtes
Regensburg
27.10.2016
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Großeinsatz für die Polizei am Mittwochmorgen im Regensburger Stadtteil Burgweinting: Ein 17-Jähriger, der eine Waffe bei sich trug, bedrohte an der Otto-Schwerdt-Mittelschule mehrere Lehrkräfte. Anschließend flüchtete er zu Fuß. Kurz darauf fanden die Einsatzkräfte den jungen Mann in der Nähe der Schule verletzt auf.

Gegen 8 Uhr hatte eine Lehrkraft den Jugendlichen, der kein Schüler der Otto-Schwerdt-Mittelschule ist, auf dem Schulflur bemerkt und ihn angesprochen. Im weiteren Verlauf sei es dann zu einer Bedrohung von Lehrkräften durch den Jugendlichen gekommen, heißt es im Polizeibericht. Dabei sei auch deutlich geworden, dass der 17-Jährige eine Waffe bei sich hatte. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Schreckschusspistole handelte.

Der Notruf der Schule löste einen Großeinsatz der Polizei aus: Über zwanzig Streifen aus dem Stadtgebiet und den umliegenden Inspektionen begaben sich nach Burgweinting und sicherten die betroffene Schule sowie umliegende Einrichtungen. Zudem fahndeten die Einsatzkräfte nach dem Flüchtigen. Gegen 8.50 Uhr fanden sie den Jugendlichen mit Verletzungen gegenüber der Schule vor. Die Polizei geht davon aus, dass der Jugendliche sich seine Verletzungen selbst zugefügt hat. Zu einem möglichen Motiv äußerte sich die Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen am Mittwoch nicht.

"Erst einmal verarbeiten"


Auch zu den Verletzungen des Jugendlichen machte Albert Brück, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Mittwoch keine Angaben. Der junge Mann sei ansprechbar gewesen und in ein Krankenhaus gebracht worden. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, dass der Jugendliche aufgrund der psychischen Ausnahmesituation, in der er sich befand, nach einer ersten medizinischen Versorgung in eine geschlossene Fachklinik gebracht wurde.

Weitere Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. "Die Schüler müssen das erst mal verarbeiten. Die Lehrer und Schüler machen das super", sagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der sich zusammen mit Schulamtsleiter Heribert Stautner und Bildungsreferent Hermann Hage am Vormittag ein Bild vor Ort machte. In der Schule sei die Lage sehr ruhig. Es habe sich nicht um einen Amoklauf gehandelt, betonte der Oberbürgermeister. Vorsorglich sei ein Kriseninterventionsteam vor Ort gerufen worden. Nach dem Auffinden des verletzten Jugendlichen gab die Polizei zeitnah Entwarnung. Sperren wurden aufgehoben, so dass das Areal um die Schule wieder angefahren und betreten werden konnte. Vor der Schule versammelten sich einige Eltern, die von dem Vorfall gehört hatten und sich um ihre Kinder sorgten. Das Medienaufgebot vor der Schule war groß. Ausdrücklich lobte die Polizei das ruhige und sachliche Verhalten der Schulleitung und der Lehrkräfte. "Mit ihrem professionellen Verhalten haben die Verantwortlichen der Schule maßgeblich dazu beigetragen, dass der Einsatz so schnell und erfolgreich bewältigt werden konnte", erklärte Sprecher Brück.
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