51-Jähriger vor Landgericht Regensburg
Prozess um sexuelle Nötigung

Vermischtes
Regensburg
06.09.2016
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Ab Mittwoch muss sich ein zuletzt in Regensburg wohnhafter 51-Jähriger vor der 7. Strafkammer des Landgerichts Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem aus dem Kreis Dachau stammenden Angeklagten sexuelle Nötigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung sowie Verstoß gegen Weisungen während der Führungsaufsicht zur Last.

Der Angeklagte ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Das Landgericht München I hatte ihn 1992 wegen Vergewaltigung in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt und die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Während eines Freigangs gelang ihm aber mit drei weiteren Insassen die Flucht, in deren Verlauf er einen Raubüberfall beging. Der Mann stellte sich jedoch kurze Zeit später der Polizei. Wegen des Raubes wurde er 2013 zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Im Juni 2015 kam er frei und verlegte seinen Wohnsitz nach Regensburg.

Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu Folge soll er dort am 20. Dezember vergangenen Jahres einer 60-Jährigen gefolgt sein, sie von hinten gepackt und zu Boden gedrückt haben, wohl in der Absicht, sich an ihr zu vergehen. Die Reinigungskraft wehrte sich verzweifelt und schrie dabei auch laut um Hilfe.

Erst als der Angeklagte gesehen habe, dass ein Wachmann auf sie zulief, habe er die Flucht ergriffen. Er sei jedoch von zwei weiteren Security-Mitarbeitern noch in Tatortnähe gestellt und festgehalten worden, bis die Polizeistreife eintraf. Eine Blutprobe ergab 0,92 Promille. Die Geschädigte erlitt durch ihre Gegenwehr leichtere Verletzungen. Für das Verfahren sind vier Verhandlungstage angesetzt.
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