Angemerkt zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle
Spät, aber gründlich

Vermischtes
Regensburg
12.10.2016
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Diesmal will es das Bistum Regensburg richtig machen. Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen kommt spät, nun aber umso umfassender in Gang. Nicht nur, dass eine neue, unabhängige Anlaufstelle für Opfer geschaffen wurde. Daneben sollen gleich zwei Studien Licht ins Dunkel der Missbrauchsfälle in dem weltberühmten Knabenchor bringen. Nicht zuletzt sollen die Betroffenen eine angemessene monetäre Anerkennung erhalten.

"All das hätten wir vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten", zeigen sich die Opfervertreter am Mittwoch erfreut. Bischof Rudolf Voderholzer ist damit etwas gelungen, was unter seinem Vorgänger Bischof Gerhard Ludwig Müller undenkbar schien. In dessen Amtszeit hatten Opfer den Umgang des Bistums mit dem Leid der Betroffenen scharf kritisiert. Das Aufarbeitungsgremium will nun noch einen Schritt weitergehen und das Gespräch mit dem heutigen Kardinal Müller suchen. Die Antwort aus Rom wird mit Spannung erwartet.

hanna.gibbs@derneuetag.de

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