Ehemann soll Frau erwürgt haben
Kinder waren Zeugen der Tat

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Regensburg
08.07.2016
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Laaber/Regensburg. Der gewaltsame Tod einer 26 Jahre alten Irakerin am 15. November vergangenen Jahres wird derzeit vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Regensburg verhandelt. Am Donnerstag, dem dritten Verhandlungstag, sagte der zuständige Ermittlungsrichter als Zeuge aus. Der wegen Mordes angeklagte 32-jährige Ehemann, ebenfalls aus dem Irak, schweigt zu den Vorwürfen.

Eifersucht offenbar Motiv


In der Tatnacht hatte sich laut Anklageschrift der Ehemann in das Schlafzimmer seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau geschlichen. Hier schliefen auch seine dreijährige Tochter sowie die beiden sechs und acht Jahre alten Söhne. Nachdem er das Handy der Frau nach Beweisen für einen im Irak lebenden Nebenbuhler durchsucht hatte, war es zu einem Streit gekommen, bei dem er sie mit bloßen Händen erwürgte. Bei der späteren Vernehmung hatte der mutmaßliche Täter gesagt: "Ehebruch ist bei uns ein großes Verbrechen. Ich habe von meinem Recht, meine Frau zu töten, Gebrauch gemacht".

Um den Kindern eine Aussage vor Gericht zu ersparen, wurde der damals zuständige Ermittlungsrichter als Zeuge gehört. Dieser hatte die Kinder einen Tag nach der Tat zusammen mit einem Dolmetscher in den Räumen der Kripo befragt. Der sechsjährige Sohn sei sehr aufgeschlossen und auskunftsfreudig gewesen. In einem deutsch-arabischen Kauderwelsch habe er erzählt, dass er wach wurde, als sein Vater ins Schlafzimmer kam. Der habe sich auf den Rücken der Mutter setzt, ihren Kopf gepackt und mit dem Gesicht 15 Mal auf den Boden geschlagen. Das Kind habe zu seiner Schilderung das Szenario nachgeahmt.

"Jetzt ist sie tot"


Durch das Geschrei seien auch die Geschwister wach geworden. Als der Vater das merkte, habe er sie alle drei Kinder nach unten zum Schlafen geschickt. Seine Mutter habe er der Bub nicht wieder gesehen. Auch den Grund für die Auseinandersetzung konnte der Bub angeben: Der Vater sei wütend gewesen, weil ihre Mutter mit einem anderen Mann telefoniert hatte und er das rausbekam. Der achtjährige Bruder sagte: "Jetzt ist sie tot. Mein Papa ist hergekommen und hat meine Mama getötet." Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.
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