Enormes Wachstum: Die Universität und die OTH Regensburg sind zu einem Megacampus verschmolzen
Zwei Erfolgsgeschichten an einem Standort

Vermischtes
Regensburg
20.11.2015
18
0
Auch wenn Regensburg erst in den 1960er-Jahren zur Universitätsstadt wurde, besitzen Bildung und Wissenschaft in der Hauptstadt der Oberpfalz eine lange Tradition: Große Wissenschaftler wie Albertus Magnus oder Johannes Kepler stehen mit der Stadt in enger Verbindung. 1971 wurde dann die heutige OTH Regensburg als Fachhochschule gegründet und Regensburg endgültig zu einer Bildungshochburg, die einen der Hauptgründe für den Aufschwung bildet.

Top-Wirtschaftsstandort

"Die Gründungen von Universität und Fachhochschule haben Regensburg zweifelsohne zu einem der Top-Wirtschaftsstandorte in Deutschland gemacht", hebt die Stadt die Bedeutung der Bildungsinstitute auf ihrer Website unmissverständlich hervor.

Deren beeindruckendes Wachstum auf insgesamt rund 32 500 Studenten verlief nahezu im Gleichschritt: Die Universität startete im Wintersemester 1967/1968 mit 661 Studenten, nur fünf Jahre später waren es mit 6994 Studenten bereits mehr als zehnmal so viele. Der bisherige Höchststand wurde im aktuellen Wintersemester mit annährend 21 500 Studierenden erreicht. Um die steigende Zahl von Studierenden an der Universität Regensburg zu bewältigen, wurde 2011 auf dem Campus nördlich der juristischen Fakultät mit dem "Vielberth-Gebäude" ein neues Büro- und Hörsaalgebäude übergeben, das 2012 von der "Deutschen Universitätsstiftung" mit dem erstmals vergebenen "Deutschen Hochschulbaupreis" ausgezeichnet wurde.

Die Errichtung flankierte eine Reihe von Maßnahmen: Die Sanierung der Mensa, die komplett entkernt und mit einer neuen Küchen- und Gebäudetechnik ausgestattet wurde, konnte im April 2010 abgeschlossen werden. Dem erhöhten Studentenaufkommen war auch die 2013 fertiggestellte zentrale Bushaltestelle der Universität geschuldet, die mit dem Deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet wurde. In neue Dimensionen stieß die UR im vergangenen Jahr vor: Im Anschluss an die Biologie und Physik wurde ein weiterer, rund 70 Millionen Euro teurer Gebäudekomplex errichtet, der während der fortlaufenden baulichen Grundsanierung der Fachbereiche Biologie, Physik, Vorklinische Medizin und Mathematik als Ausweichgebäude dient.

Die stetig wachsenden Studentenzahlen machten auch eine kontinuierliche Erweiterung der OTH Regensburg unumgänglich. Waren es zum Vorlesungsbeginn 1971 noch 1428 Studierende, sind die Einschreibungen im vergangenen Jahrzehnt förmlich explodiert. Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier: "Die OTH Regensburg hat in den vergangenen Jahren eine wirklich beeindruckende Entwicklung gemacht: Noch vor zehn Jahren studierten an der damals noch Fachhochschule genannten Einrichtung rund 5800 Studierende. Jetzt zählt die OTH Regensburg fast doppelt so viele Studierende, knapp 11 000."

Einzigartiger Campus

Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht: Im Gegenteil, das Zusammenwachsen von Universität und OTH Regensburg sowie die Konversion der Nibelungenkaserne mit der FOS/BOS und dem Technologiepark zusätzlich zum bereits in der Nachbarschaft ansässigen Biopark I, II und III und der neuen TechBase lassen einen auch überregional einzigartigen Bildungscampus entstehen.

Derzeit werden an der Galgenbergstraße das Haus der Technik (geplante Inbetriebnahme Oktober 2016) sowie ein neues Gebäude für die Fakultät Informatik und Mathematik (Oktober 2017) der OTH Regensburg errichtet. Und damit ist das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht, denn zukünftige Bauvorhaben sind bereits in Planung: Ende 2019 sollen am Standort Galgenbergstraße ein neues Gebäude für die Fakultät Architektur und in der Seybothstraße ein neues Verwaltungsgebäude fertiggestellt sein. An der Universität wird weiterhin die Sanierung - dafür wurden von der Staatsregierung 400 Millionen Euro bewilligt - vorangetrieben: Am Megacampus wird nicht nur in den Hörsälen und Laboren aktiv an der Zukunft gebaut.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.