Großeinsatz der Polizei in Burgweinting [Aktualisierung]
Schüler mit Waffe bedroht eine Lehrerin

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Regensburg
26.10.2016
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Großeinsatz für die Polizei am Mittwochmorgen im Regensburger Stadtteil Burgweinting: Ein 17-Jähriger soll an der Otto-Schwerdt-Mittelschule gegen acht Uhr eine Lehrerin mit einer Waffe bedroht haben. Anschließend flüchtete er zu Fuß. Kurz darauf fanden die Einsatzkräfte den jungen Mann in der Nähe der Schule verletzt auf.

Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusspistole, sagte Albert Brück, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, am Mittwochvormittag vor Ort. Die Polizei gehe davon aus, dass der Jugendliche sich seine Verletzungen selbst zugefügt hat. Was genau zuvor in der Schule passiert ist, werde derzeit ermittelt. Brück zufolge war der 17-Jährige lediglich in den Eingangsbereich der Schule vorgedrungen. Er sei aktuell kein Schüler der Otto-Schwerdt-Schule. Ob er es früher einmal war, werde geprüft. Zu den Verletzungen des Jugendlichen machte Brück keine Angaben. Er sei ansprechbar und in ein Krankenhaus gebracht worden. Zu einem möglichen Motiv könne er derzeit nichts sagen, erklärte Brück. Die Spurensuche am Ort des Auffindens laufe.

Keine weiteren Verletzten


Schüler oder Lehrer wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Alle Schüler und angestellte Kräfte blieben im Schulgebäude. „Die Schüler und Lehrer stecken das alles super weg“, sagte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der sich zusammen mit Schulamtsleiter Heribert Stautner und Bildungsreferent Hermann Hage ein Bild vor Ort machte. In der Schule sei die Lage sehr ruhig. Es habe sich nicht um einen Amoklauf gehandelt, betonte der Oberbürgermeister. Vorsorglich sei ein Kriseninterventionsteam vor Ort. Vor der Schule versammelten sich einige Eltern, die von dem Vorfall gehört hatten und sich um ihre Kinder sorgten. Das Medienaufgebot vor der Schule war groß. Auch an der nahgelegenen Grundschule Burgweinting wurde vorsorglich das Notfallprogramm gestartet.

Ausnahmesituation"Aufgrund der psychischen Ausnahmesituation, in der sich der junge Mann befand, erfolgte nach einer ersten medizinischen Versorgung seiner Verletzungen eine Unterbringung in einer geschlossenen Fachklinik, " berichtet Polizeisprecher Albert Brück am Nachmittag. Er lobt außerdem das "professionelle Verhalten" der Schulleitung und der Lehrkräfte. Ihr Handeln habe dazu beigetragen, den Einsatz schnell und erfolgreich zu bewältigen. (uax)
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