Hier wird an der Zukunft gebaut

Vermischtes
Regensburg
24.10.2014
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Ende 2015 soll das Innovationszentrum Regensburg (IZR) fertiggestellt werden. Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der R-Tech GmbH, des IZR-Bauherren, bezeichnet das Projekt als "Zukunftsstandort für die Stadt, auf den sich alle Regensburger freuen können".

Auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne entsteht derzeit das Innovationszentrum Regensburg (IZR). Grundsteinlegung war im April 2014.

Herr Rupprecht, die R-Tech GmbH, deren Geschäftsführer sie sind, ist Bauherr des IZR. Wie zufrieden sind Sie mit dem Fortschritt auf der Baustelle, zumal Sie ja mit Blick auf Fördermittel auch unter einem gewissen Zeitdruck stehen?

Alexander Rupprecht: Das ist richtig. Die Fördermittel stammen noch aus dem EU-Regionalfonds EFRE. Das heißt, wir müssen die 3,5 Millionen Euro bis Ende Mai 2015 abrufen, danach gibt es nichts mehr. Die Sache hat aber einen kleinen Haken: Um die komplette Summe zu erhalten, müssen wir in 2014 rund zehn Millionen Euro verbaut haben. Verzögerungen beim Bau bedeuten für uns weniger Fördermittel.

Allerdings bin ich aufgrund der guten Entwicklung der Baustelle sehr optimistisch, dass wir unsere Ziele erreichen. Wir sind voll im Zeitplan und ziehen gerade das letzte Obergeschoss hoch. Am 22. Oktober feierten wir unser Richtfest. Neulich waren wir in den oberen Stockwerken und ich kann sagen: Die Mieter können sich auf einen tollen Ausblick freuen. An dieser Stelle auch ein Lob für die Firma Rödl & Herdegen aus Regensburg, die unseren Rohbau macht und sich sehr ins Zeug legt.

Das IZR mit seiner modernen Infrastruktur in unmittelbarer Nähe zu Hochschule und Universität als Kern des entstehenden TechCampus Regensburg bietet ein hervorragendes Umfeld für junge Firmen und Ausgründungen. Ende 2015 soll der Bau fertiggestellt sein. Liegen bereits Anfragen von Mietinteressenten vor - gibt es überhaupt noch freie Flächen?

Rupprecht: Das sehe ich auch so: Das neue Zentrum - wir arbeiten übrigens gerade mit einer Agentur an einer neuen Wort-Bild-Marke - wird bayernweit ein Vorzeige-Objekt in Sachen Technologie- und Gründungsförderung. Das Forschungs- und Arbeitsumfeld im Gebäude, die Nähe zur Wissenschaft und die Möglichkeiten des künftigen TechCampus bieten ideale Voraussetzungen. Das hat sich mittlerweile schon herumgesprochen und somit nehmen auch die Mietanfragen stetig zu. Einigen mussten wir schon absagen, allerdings nicht aus Platzmangel sondern aufgrund der Branche.

Wir haben auch weiterhin einen klaren Fokus auf technologiebasierte innovative Unternehmen und Gründungen. Davon werden wir nicht abweichen, auch wenn das Gebäude nicht sofort voll ist.

Nichtsdestotrotz haben wir bereits einen guten Teil der Flächen für Interessenten reserviert. Aber es gibt auch noch genügend freie Büros und attraktive Flächen.

In dem Maße, indem sich das IZR füllt, entleert sich der IT-Speicher, der bisher sehr erfolgreich als Gründerzentrum im IT-Bereich diente. Gibt es bereits Überlegungen, wen der IT-Speicher in Zukunft beherbergen soll? Die Stärkung beziehungsweise Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft ist ja ein Thema, das dem neuen Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sehr am Herzen liegt. Winkt also den Kreativen Ende 2015 auch eine neue Heimat?

Rupprecht: Was genau sich im IT-Speicher ab 2015 abspielt, kann man jetzt sicher noch nicht vorhersagen. Nur eines ist klar: Die Marke "IT-Speicher" wird nach dem Umzug definitiv ad acta gelegt, das heißt es wird von unserer Seite hier keine Aktivitäten mehr geben.

Mit dem Umzug muss klar sein: Die neue Anlaufstelle für Technologie-Gründungen in Regensburg wird das Zentrum an der Galgenbergstraße sein. Außer natürlich für den Bereich Life Science und Biotechnologie, darum kümmern sich unsere Kollegen im BioPark. Das Speicher-Gebäude als Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft könnte ich mir schon gut vorstellen, mit der Nähe zur Altstadt und der Donau.

Allerdings sind hier viele Aspekte und Anforderungen an ein solches Quartier zu beachten. Im Idealfall brauchen sie auch Raum für Events, Ausstellungen und Musik. Das Thema Parkplätze und Anwohner spielt eine Rolle. Ob der Standort dann alle Anforderungen erfüllt, muss letztlich die Stadt entscheiden.

Das IZR ist zwar ein wesentlicher Teil dessen, was einmal der TechnologieCampus Regensburg werden soll. Jedoch nicht der einzige. Welches Potenzial sehen Sie in dem neuen Stadtteil, zu dem neben Parks, Plätzen und weiteren Gewerbeflächen auch Wohnungen gehören werden? Vor allem hinsichtlich des Wettbewerbs mit anderen Technologiestandorten und der Zukunftsfähigkeit der Stadt?

Rupprecht: Der gesamte Standort birgt unheimlich viel Potenzial, von dem nicht nur Unternehmen vor Ort profitieren, sondern das gesamte Umfeld. Die angesprochenen Grünflächen sind großzügig geplant. Auch ein paar von den architektonisch spannenden Bundeswehrgebäuden bleiben erhalten und werden einer neuen Nutzung zugeführt.

Neben den Bürogebäuden werden Bildungsträger wie die BOS/FOS am Standort sein. Wohnbebauung und eine Nahversorgung mit Gastronomie ist ebenso vorgesehen. Das Baukulturfest Ende September hat schon einen guten Vorgeschmack darauf gegeben und viele Interessenten angelockt. Es wird eine gute innovative Mischung aus Arbeiten, Lernen und Leben. Ein Zukunftsstandort für die Stadt, auf den sich alle Regensburger freuen können.
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