Kinderhilfe Afghanistan stiftet Ultraschallgerät für Klinik am Hindukusch
Frühgeborene besser versorgen

Durch die neue technische Ausstattung ist auch eine bessere Aus- und Weiterbildung junger afghanischer Ärzte möglich. Bild: privat
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Regensburg
13.01.2016
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Regensburg/Jalalabad. (nt/az) Ein halbes Jahr dauerte der Transport, zunächst auf dem Seeweg von Wilhelmshafen nach Karachi. Dann ging es über 1000 Kilometer auf dem Landweg durch Süd-Pakistan, bis der Container mit seiner wertvollen Fracht über den Khyberpass schließlich die Klinik der ostafghanischen Provinzhauptstadt Jalalabad unbeschadet erreichte.

Dann konnte Dr. Reinhard Erös, Leiter der Kinderhilfe Afghanistan, ein modernes Ultraschallgerät den Ärzten der größten Klinik Ost-Afghanistans übergeben. Der Tirschenreuther Gynäkologe Dr. Helmut Rüth hatte Erös dieses Gerät mit spezieller Zusatzausstattung für Untersuchungen im Rahmen der Geburtshilfe kostenlos überlassen.

Diagnostik verbessern


"Mit diesem Ultraschallgerät aus Bayern können wir die fachärztliche Versorgung der Schwangeren in der, vor einem Jahr von Dr. Erös eingerichteten Station für Frühgeborene deutlich verbessern", dankten die Klinikärzte Erös bei der Übergabe. "Endlich ist es nun auch möglich, eine technische Aus- und Weiterbildung junger Ärzte zu beginnen, die es bislang in Ost-Afghanistan in dieser Qualität nicht gab."

In einem Land, aus dem jetzt wieder Hunderttausende nach Deutschland fliehen, sind qualifizierte Ausbildung der Ärzte, gute technische Ausstattung der Krankenhäuser und eine damit sicht- und spürbare Verbesserung der medizinischen Versorgung der Menschen nach Überzeugung von Erös auch ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung der Fluchtursachen.
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