Lebensgefährtin erschlagen: 35-Jähriger wegen Mordes vor Gericht
Tödliche Hiebe mit Eisenriegel

Vermischtes
Regensburg
19.04.2016
126
0

Seit Montag muss sich ein 35 Jahre alter Hausmeister aus Regenstauf vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Regensburg unter Vorsitz von Vizepräsident Werner Ebner wegen der Tötung seiner Lebensgefährtin verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke aus und hat deshalb Anklage wegen Mordes erhoben. Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt, an denen neben zahlreichen Zeugen auch zwei Sachverständige gehört werden.

Am Nachmittag des 27. November vergangenen Jahres hielt sich der Angeklagte und seine ein Jahr ältere Lebensgefährtin auf dem von ihnen gemeinsam angemieteten Grundstück, auf dem auch ein Blockhaus steht, in der Kleingartenanlage Auf den Winzerer Höhen auf. Gegen 16 Uhr soll sich der Angeklagte der Staatsanwaltschaft zu Folge von hinten an das Opfer angeschlichen haben, als es gerade im Außenbereich seine Notdurft verrichtete. Dann schlug er mit einem etwa 1,20 Meter langen und rund sieben Kilogramm schweren Eisenriegel mindestens fünf bis zehn Mal auf deren Kopf ein, als sie gerade im Begriff war, ihre Hose wieder hochzuziehen. Die Geschädigte verstarb innerhalb kürzester Zeit infolge eines schweren Schädel-Hirn-Traumas mit Schädeldach- und Schädelbasisbrüchen. Außerdem erlitt sie Blutungen innerhalb der Schädelhöhle und atmete Blut ein.

Verteidiger Thomas Winkelmeier, erklärte, dass sein Mandant aufgrund seiner physischen Verfassung außerstande sei, sich selbst zu den Vorwürfen zu äußern und Fragen zu beantworten. Der Angeklagte habe an diesen folgenschweren Tag nur eine eingeschränkte Erinnerung bis zu dem Moment, als ihm die Polizei Handschellen anlegte.

Tagsüber habe er einen Stadtbummel gemacht und seiner Lebensgefährtin per Whatsapp eine Überraschung angekündigt. Es sollte ein Blumenstrauß werden, weil er sie in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe. Doch aus dieser Überraschung wurde nichts. Als sie am Kaffeetisch saßen, habe es einen Streit über Finanzen und die Unordnung in dem Gartenhaus gegeben. Dann kam es zu den tödlichen Hieben. Der Prozess wird heute fortgesetzt, das Urteil für den 25. April erwartet.
Weitere Beiträge zu den Themen: Gericht (563)Tötungsdelikt (10)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.