Mehr Wissenschaftsangebote im ländlichen Raum
Starker Start ins Semester

Vermischtes
Regensburg
13.10.2016
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München. Die bayerischen Hochschulen weiten zum beginnenden Wintersemester ihre dezentralen Forschungs- und Lehrangebote aus. An rund 30 Standorten werden etwa 1100 Studierende eingeschrieben sein. An Orten abseits der großen Hochschulstandorte entwickelten sich derzeit "Forschungseinrichtungen mit Kreativpotenzial", sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch in München.

In der Oberpfalz ist der im April gestartete "Innovative Lernort Kemnath beteiligt, ein Gemeinschaftsprojekt der OTH Amberg-Weiden und der Siemens AG auf dem Gebiet der Medizintechnik und Mechatronik. Außerdem beginnt der reguläre Betrieb des dezentralen Bachelorstudiengangs "Soziale Arbeit" in Tirschenreuth, der von der OTH Regensburg gesteuert wird. Studenten können ihn an den Standorten Cham, Tirschenreuth und Abensberg belegen.

Dezentralisierung innovativ


"Die bayerischen Hochschulen haben auch zum Wintersemester 2016/2017 neue innovative Studiengänge entwickelt", lobte Spaenle. Der Wissenschaftsminister sprach von einem "massiven Aufschlag", der die nachhaltige Entwicklung der regionalen Wissenschaftslandschaft vorantreibe. Das Konzept der Dezentralisierung sei eine "hochschulpolitische Innovation", die bundesweit einmalig sei.

Ziel des Programms sei es, der regionalen Wirtschaft Anknüpfungspunkte für Forschung und Entwicklung zu bieten, aber auch jungen Menschen wohnortnahe Studienangebote zu machen. "Das ist ein wichtiges Element der Struktur- und Regionalpolitik", sagte Spaenle.

Erste Erfahrungen hätten gezeigt, dass sich an den dezentralen Einrichtungen ein Kreativpotenzial außerhalb der eigentlichen Hochschulstandorte entwickle. Entscheidend dafür sei die Beteiligung der örtlichen Wirtschaft sowie der Standortkommunen.

380 400 Studierende


Die Zahl der Studierenden an den bayerischen Hochschulen hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht um ein Prozent auf 380 400 erhöht. Die Zahl der Studienanfänger stieg um 1,6 Prozent auf 67 365. Die Entwicklung verlief unterschiedlich. So verlor die die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Weiden-Amberg im Vergleich zum Wintersemester 2015/16 nach aktuellem Stand 100 Studierende auf rund 3330 (minus 3 Prozent), legte aber laut Statistischem Landesamt gleichzeitig bei den Studienanfängern um 6,1 Prozent auf 725 zu.

Die OTH Regensburg verzeichnete bei Studierenden wie Erstsemestern ein Plus von jeweils gut 11 Prozent, die Uni Regensburg musste dagegen leichte Einbußen hinnehmen. Wegen der noch nicht abgeschlossenen Einschreibung sind alle genannten Zahlen allerdings noch vorläufig. Zur Finanzierung der bayerischen Hochschulen stehen derzeit gut fünf Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die bayerischen Hochschulen haben auch zum Wintersemester 2016/2017 neue innovative Studiengänge entwickelt.Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle
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