Nach Attacke
29-Jähriger muss in Psychiatrie

Vermischtes
Regensburg
18.03.2016
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Nach einer Gewaltorgie gegen einen Arzt und mehrere Polizisten muss ein 29-Jähriger in die Psychiatrie. Das Landgericht Regensburg verurteilte den Mann am Freitag wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung. Nur der Einsatz der Polizei habe verhindert, dass in dem zehnstündigen Drama in Kallmünz (Kreis Regensburg) Menschen den Tod fanden, begründete der Vorsitzende Richter seine Entscheidung in dem Sicherungsverfahren. Der Beschuldigte sei aber aufgrund einer paranoiden Schizophrenie schuldunfähig.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der 29-Jährige im vergangenen Jahr in der Nacht zu Karfreitag zunächst einen Arzt, der seine Mutter behandelt hatte, mit zahlreichen Faustschlägen und Fußtritten attackiert. Anschließend würgte er den Mann bis zur Bewusstlosigkeit. Danach beschädigte er ein Auto und verschanzte sich in seiner Wohnung.

Als die ersten Kräfte des Spezialeinsatzkommandos in die Wohnung eindrangen, benutzte der Beschuldigte einen selbstgebauten Flammenwerfer. Schließlich konnten die Beamten den Mann überwältigen. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden sie ein Samuraischwert, eine Machete, einen Speer, eine Schutzweste und zahlreiche Chemikalien, aus denen explosive Stoffe hätten hergestellt werden können.
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