Neue Internet-Plattform für soziale Einrichtungen
Ostbayern trifft sich im Internet

Vermischtes
Regensburg
29.01.2016
112
0

Google Maps für soziale Einrichtungen - aber besser: So ungefähr beschreiben die Macher des neuen "Sozialatlas" ihr Projekt. Die Betreiber der Internetseite wollen die ostbayerischen Bürger einfach und schnell über lokale Angebote informieren.

Nach einjähriger Vorbereitungszeit ging die Webseite sozialmap.com am Donnerstag online. Zur gleichen Zeit wurde die Seite in den Räumen der Sparda-Bank Ostbayern, die das Projekt fördert, vorgestellt. "Oft ist es so, dass das Dorf A nicht weiß, was in Dorf B ist", sagte Ernst Karosser von der Sozialgenossenschaft im Kreis Regensburg, der "Gemeinsam eG". Das habe er in vielen Gesprächen mit Menschen im ländlichen Raum festgestellt.

Dazu komme, dass die Internetseiten der Gemeinden nicht immer ganz aktuell sind. Sie würden unterschiedlich intensiv gepflegt. Wer die geöffnete Not-Apotheke oder den nächstgelegenen Pflegedienst sucht, müsse außerdem über den Tellerrand der eigenen Gemeinde sehen. Für Karosser steht fest: "Wir brauchen etwas, das die Angebote in der Region gut auffindbar aufzeigt." Nicht zuletzt bewirke die Auflistung der sozialen und kulturellen Angebote eine neue Sensibilität in der Bevölkerung: Die Leute würden sehen, dass auch bei ihnen etwas geboten ist. Im besten Fall würden sie sich zusammenschließen, etwa zu Veranstaltungen Fahrgemeinschaften bilden.

Gemeinsame Aktionen - das war das Stichwort für Dirk Sommermeyer vom Verein "Miteinander mehr", der sich eine bessere Bürgervernetzung auf die Fahnen geschrieben hat. Die "Sozialmap" bezeichnete Sommermeyer als "sehr interessantes und wichtiges Instrument, das wir gerne begleiten". Insbesondere lobte er, dass die gefundenen Treffer mitsamt einer Landkarte angezeigt werden.

Als technischer Dienstleister fungiert die Regiostart GmbH, die die schwierige Aufgabe hatte, eine Webseite für Menschen "von 7 bis 70" zu erstellen. Regiostart-Geschäftsführer Jürgen Wagner erklärte, was den Sozialatlas von Google Maps unterscheidet: Zum einen werde die Seite ständig gepflegt und aktualisiert, zum anderen gebe es zusätzliche "Tools". Zum Beispiel könne man sich nur die Einrichtungen anzeigen lassen, die gerade geöffnet haben. "Das haben Sie bei Google nicht." Anbieter und Dienstleister, die den Kriterien der Sozialmap entsprechen, können kostenlos auf der Seite erscheinen. Zusatzinfos wie Bilder, Texte und Logos sind kostenpflichtig.
Das haben Sie bei Google nicht.Jürgen Wagner, Geschäftsführer Regiostart
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.