Neugestaltung der Fußgängerzone liegt im Zeitplan - Geschäftsleute akzeptieren das "notwendige ...
Regensburgs Wohnzimmer wird saniert

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer griff auf der Baustelle in der Regensburger Fußgängerzone selbst zum Spaten. Bild: Gibbs
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Regensburg
21.04.2017
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Als die Regensburger Fußgängerzone zwischen Maximilianstraße und Neupfarrplatz 1972 eröffnet wurde, galt sie als Schmuckstück. Heute gleicht sie einem Flickenteppich, der bis 2020 komplett saniert werden soll. "Wir liegen im Zeitplan", betonte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Donnerstag. Der studierten Archäologin sind Baustellen nicht fremd. Beim Ortstermin griff sie selbst zum Spaten. "Wir machen unsere Fußgängerzone schön, aber vorher wird es laut und schmutzig", sagte sie.

Gerade sind die Bauarbeiter an einem besonders sensiblen Fleck beschäftigt: Das Eck zwischen dem Kaufhof-Komplex und TK-Maxx ist stark frequentiert, nun verengt die Baustelle zusätzlich die Wege. "Wir tun alles dafür, dass die Leute trotzdem in die Läden kommen", erklärte Maltz-Schwarzfischer. 2017 stehen vor allem die Pfauengasse und die Weiße-Lilien-Gasse im Fokus.

Die anliegenden Geschäftsleute sprechen von einem "notwendigen Übel". Die Bürgermeisterin bedankte sich dafür, dass die Ladeninhaber "die Nerven bewahren und gelassen bleiben", auch wenn es sicher "keine leichte Zeit" sei. Es komme vor, dass Geschäfte kurzfristig nicht erreichbar sind, insgesamt habe es seit Sanierungsbeginn im Februar aber keine größeren Probleme gegeben. Auf großen Schildern informiert die Stadt Passanten über die Baustelle und zeigt Wege zu den Geschäften auf. Zeitlich eingeplant sind auch archäologische Funde, mit denen unter der Erde der Regensburger Altstadt jederzeit gerechnet werden muss. Die Sanierung des Regensburger "Wohnzimmers" ist in vier Bauphasen eingeteilt und soll bis 2020 abgeschlossen sein. Entstehen sollen Orte und Plätze mit "hoher Aufenthalts- und Begegnungsqualität für Einwohner, Besucher und Touristen". Gleichzeitig werden im Untergrund Kanäle, Rohre und Leitungen saniert und an künftige Anforderungen angepasst.

Durch die Pflanzung neuer Bäume soll die Stadt grüner werden. In den Straßen und Gassen werden kleinteilige Granitpflastersteine, auf den Plätzen großformatige Platten verlegt. Neue, historisch anmutende Lampen sorgen für warm-weißes LED-Licht. Für Familien mit Kindern werden zwei neue Spielpunkte errichtet. Und damit die neu gestaltete Fußgängerzone auch sauber bleibt, gibt es 30 neue Müllbehälter.
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