Polizeipräsidium: Zahl der sicherheitsrelevanten Delikte ist gesunken
Oberpfalz – ein sicherer Ort zum Leben

Den Oberpfälzer Sicherheitsbericht stellten (von links) Präsidialbüroleiter Christian Kiener, Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, Polizeivizepräsident Michael Liegl und Leitender Kriminaldirektor Klaus Bachl vor. Bild: Gibbs
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Regensburg
25.03.2016
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Zahlenmäßig sind die Straftaten in der Oberpfalz 2015 um elf Prozent angestiegen. Das liegt laut Polizeipräsident Gerold Mahlmeister aber ausschließlich an den Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle. Um diese Fälle bereinigt, sank die Zahl der Delikte sogar um 3,6 Prozent auf 45 269.

"Die illegalen Grenzübertritte verfälschen die Statistik", erklärte Mahlmeister am Donnerstag bei der Vorstellung des Oberpfälzer Sicherheitsberichts 2015. Ohne die aufenthaltsrechtlichen Verstöße liege die Zahl der Straftaten auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Nach Niederbayern und Unterfranken seien die Menschen in der Region am wenigsten von Kriminalität belastet. Die Aufklärungsquote lag bei einem bayernweit überdurchschnittlichen Wert von 65,1 Prozent.

26,2 Prozent der 21 029 Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche. Sie kamen vorrangig aus Rumänien (683), Tschechien (641) oder der Türkei (364). Aus den typischen Flüchtlings-Herkunftsländern Syrien (22) und Afghanistan (34) stammten vergleichsweise wenige Verdächtigen. "Eine überdurchschnittliche Begehung von Straftaten durch Flüchtlinge in der Oberpfalz ist für uns nicht feststellbar", sagte Mahlmeister. Allerdings beschäftigte die Flüchtlingssituation die Polizei durch vermehrte Einsätze in den Asylunterkünften und zum Schutz der Asylheime.

Den größten Anteil aller in der Oberpfalz begangenen Straftaten machten mit knapp 28 Prozent die Diebstahlsdelikte aus. Anstiegen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um 13 Delikte auf 561 Fälle. Das ist der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. "Das verlorene Sicherheitsgefühl und mögliche psychische Folgen machen den Betroffenen dabei oft mehr zu schaffen als der materielle Schaden", sagte Mahlmeister. Das Polizeipräsidium habe ein Bündel an Maßnahmen gegen die Einbruchskriminalität erarbeitet. So fahren Beamte verdeckte Streifenfahrten in gefährdeten Gebieten. Mahlmeister fordert aber auch die Bevölkerung auf. "Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig bei der Polizei anrufen." Sorge bereitet der Polizei die Entwicklung bei den Drogentoten. 27 Männer und 3 Frauen starben 2015 an übermäßigem Drogenkonsum.
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