Regensburger Flüchtlinge ziehen ins Pfarrheim um
Platz zum Spielen und mobile Duschen

Ein Flüchtling macht es sich in einem Pfarrheim in Regensburg bequem. Bild: dpa
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Regensburg
11.07.2016
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(bdl/dpa) Nach knapp einer Woche Zuflucht im Regensburger Dom sind etwa 45 Flüchtlinge am Montag in ein Pfarrheim umgezogen. "Dort sind die Unterbringungsmöglichkeiten besser. Es gibt mehrere Räume, in denen sich die Menschen aufhalten können, und einen Innenhof zum Spielen für die Kinder", sagte Bistumssprecher Jakob Schötz. Zudem sollen in dem Pfarrheim St. Emmeram noch Trennwände und mobile Duschen aufgebaut werden. Die 45 Flüchtlinge hatte am vergangenen Dienstag Zuflucht im Regensburger Dom gesucht und für ein Bleiberecht und gegen die Einstufung einiger Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer demonstriert.

Der Bistumssprecher betonte, dass nach wie vor kein Kirchenasyl gewährt werde. Es handele sich um eine geduldete Präsenz. Wie lange die Situation noch dauern soll, ist unklar. "Wir entscheiden von Tag zu Tag", erläuterte Schötz. Die Kinder unter den Flüchtlingen sollen aber in den kommenden Tagen wieder zur Schule gehen. Zudem ist in dem Pfarrheim ein Zimmer bereitgestellt worden, in dem die zum Teil kranken Menschen untersucht werden können. Im Pfarrheim stehen den Flüchtlingen 150 Quadratmeter zur Verfügung. Bandhoku Bandhok, der seit sieben Jahren in Deutschland lebt und für die Flüchtlinge spricht, sieht die Situation momentan wenig optimistisch. Sie hätten von der Jugendfürsorge einen Brief erhalten, in dem ihnen ärztliche Versorgung, der Schulbesuch der Kinder, Einkäufe einmal pro Woche und die Möglichkeit, die Unterkunft zu verlassen, zugesichert werden. Daraufhin hätten sie eingewilligt, den Dom zu verlassen.
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