Regierungspräsident nimmt elektrisch betriebenes Fahrzeug in die Dienstflotte auf
Bartelt fährt elektrisch

Vermischtes
Regensburg
11.10.2016
32
0

Für Axel Bartelt war es am Montag eine doppelte Premiere. Nicht nur, dass er als erster Regierungspräsident in Bayern ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug in die Dienstflotte aufnahm. Er setzte sich auch zum ersten Mal selbst ans Steuer eines Elektroautos.

"Wir wollen ein kleines Zeichen setzen, damit die E-Mobilität in Bayern vorankommt", sagte Bartelt bei der Vorstellung des BMW i3 vor dem Haupteingang der Regierung der Oberpfalz. Die Regierungen in Oberfranken und Oberbayern hätten bereits Hybridfahrzeuge in ihren Dienstflotten, den Mitarbeitern der Regierung der Oberpfalz stehe nun der erste rein elektrisch betriebene Wagen zur Verfügung.

Dennoch Tank für Notfälle


Allerdings: Auch das Oberpfälzer Gefährt hat sicherheitshalber einen "Range Extender" eingebaut: Dieser Stromerzeuger für Notfälle, der mit einem Tank von acht Litern betrieben werden kann, erweitert die elektrische Reichweite von 190 Kilometern auf 290 Kilometer. "Damit können wir wirklich jedes Ziel in der Oberpfalz erreichen", sagte Bartelt. Geplant sei der Einsatz des Fahrzeugs jedoch eher im Nahbereich rund um Regensburg, um rein elektrisch fahren zu können. Die Ladezeit für die volle elektrische Leistung beträgt rund viereinhalb Stunden. Dafür wurde eigens eine Ladesäule in der Regierung installiert.

Bundesweit waren zu Jahresbeginn laut Regierung der Oberpfalz 25 502 E-Autos zugelassen, in Bayern 5760. Damit liege der Freistaat im Ländervergleich auf Platz vier - hinter den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin, betonte Bartelt. In der Oberpfalz seien 763 Elektrofahrzeuge zugelassen. "Diese Zahl ist noch deutlich ausbaufähig", räumte der Regierungspräsident ein. Umso mehr möchte er mit dem neuen E-Dienstwagen der Regierung auch die Werbetrommel rühren. Der BMW i3 ist mit dem Logo der Regierung der Oberpfalz und dem Schriftzug "sauber unterwegs - nachhaltig unterwegs" versehen. "Wir wollen mit dieser Beschriftung auch Nachahmer finden", sagte Bartelt.

Er selbst sei bislang lediglich als Beifahrer in einem E-Auto gesessen, sagte der Regierungspräsident auf Nachfrage. Umso mehr freute er sich auf seine erste elektrische Fahrt, die er am Montag nach der Vorstellung des neuen Dienstwagens absolvierte. Ziel des Innenministeriums ist es, im Fuhrpark des Freistaats den Anteil der E-Fahrzeuge bei Neuzulassungen auf 20 Prozent zu erhöhen. 2014 wurden in Behörden, Landkreisen und Gemeinden 150 Elektroautos angeschafft, 2015 waren es 244.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.