Start der Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“
Besser ohne Pokémon

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Regensburg
15.09.2016
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Eltern müssen ihren Kindern im Straßenverkehr gute Vorbilder sein. Das macht die Aktion "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause" deutlich. Die größte Gefahr tragen die Schüler aber in der Hand.

In Bayern machen sich täglich rund 1,7 Millionen Schüler auf den Weg zur Schule. "Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, den Schulweg für diese jungen Menschen sicher zu gestalten", sagte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich am Mittwoch in Regensburg. Eine wichtige Rolle spielen die Eltern.

Die Zahl der Schulwegunfälle in Bayern ist in den jüngsten Jahrzehnten trotz des stetig steigenden Verkehrsaufkommens deutlich zurückgegangen, sagte Eisenreich bei der Jahreshauptveranstaltung der Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause" an der Regensburger Grundschule der Vielfalt und Toleranz. 2016 zeichne sich im Vergleich zum Vorjahr aber ein leichter Anstieg ab. Bis August ereigneten sich im Freistaat 439 Schulwegunfälle, von denen glücklicherweise keiner tödlich endete. In den 70er Jahren war die Situation noch wesentlich gefährlicher: 30 bis 35 Kinder und Jugendliche verloren damals pro Jahr auf dem Schulweg ihr Leben.

Ohne Kopfhörer


In der Oberpfalz gab es mit 30 Schulwegunfällen im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Rückgang, berichtete Polizeipräsident Gerold Mahlmeister. "Am gefährlichsten ist es zwischen 7 und 8 Uhr morgens bei Hektik", sagte er. Mahlmeister empfahl den Familien, morgens rechtzeitig aufzustehen und sich ohne Handyspiele wie "Pokémon Go" auf den Schulweg zu machen. Auch Regierungspräsident Axel Bartelt mahnte: "Das Handy hat auf dem Schulweg nichts verloren, genauso wenig wie Kopfhörer beim Fahrradfahren." Er appellierte an die Eltern, den Schulweg mit den Kindern einzuüben und bei Dunkelheit auf helle, reflektierende Kleidung zu achten.

Staatssekretär Eisenreich wies darauf hin, dass die Schule mit dem "Lehrplan-Plus" einen wichtigen Beitrag zur Verkehrserziehung leistet: Die Schüler würden gemeinsam mit den Lehrern die Umgebung der Schule erkunden, gefährliche Situationen durchsprechen und richtiges Verhalten im Straßenverkehr üben. Der Staatssekretär verteilte gelbe Sicherheitswesten an die Erstklässler der Grundschule, die diese sogleich begeistert überstreiften.

Ausdrücklich dankte Eisenreich den Vertretern der Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause", die 1969 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Schulkindern gegründet wurde und deren Schirmherr der bayerische Ministerpräsident ist. Zudem hob Eisenreich das Engagement von über 30 000 ehrenamtlichen Helfern im Freistaat hervor, die bei Wind und Wetter dafür sorgen, dass die Schüler sicherer im Straßenverkehr unterwegs sind.

Die wichtigsten Vorbilder


Florian Herrmann, Präsident der Landesverkehrswacht, betonte die Rolle der Eltern in der Verkehrserziehung. Weil sie die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder sind, sollten sie sich im Straßenverkehr stets korrekt verhalten.

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