Unesco-Kommission kritisiert Ungleichgewicht
Zu westlich orientiert

Vermischtes
Regensburg
03.04.2016
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Regensburg/Bonn. Die deutsche Unesco-Kommission hat ein Ungleichgewicht der Welterbestätten beklagt. Es gebe proportional mehr Welterbestätten in Europa als im Rest der Welt, und auch überproportional viele historische Stadtzentren und christliche Baudenkmäler, sagte Katja Römer von der Unesco-Kommission.

"Statt die Vielfalt der Kulturen und ihrer Ausdrucksformen weltweit zu repräsentieren, spiegelt die Liste sowohl in der geografischen Verbreitung als auch im Hinblick auf die vertretenen Typen eher unsere westliche Kultur wider." Die Unesco versuche daher die Neueinträge aus bereits gut repräsentierten Staaten zu begrenzen. Heute diskutieren Experten auf der Jahrestagung der deutschen Welterbestätten in Regensburg über den Schutz und Erhalt. Die Domstadt feiert die Anerkennung der Altstadt zum Unesco-Welterbe vor zehn Jahren. Bei der Tagung geht es auch um die touristische Vermarktung. Welterbestätten seien lebendige Stätten, die sich fortlaufend entwickeln, betonte Römer. Daher sei ein Managementplan für jede Stätte verpflichtend.
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