Urteil wegen Sozialbetrug
Freiheit teuer erkauft

Vermischtes
Regensburg
30.07.2016
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Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, sowie zu eine Geldstrafe von 500 Tagessätzen mit insgesamt 42 500 Euro - trotz dieser Strafe kam eine 40-Jährige vor dem Landgericht Regensburg glimpflich davon. Am Freitag wurde eine ehemals selbständige Kauffrau vor der 6. Strafkammer als Wirtschaftsstrafkammer unter Vorsitz von Richterin Elke Escher wegen Vorenthaltens und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 173 Fällen verurteilt.

Die nunmehr als Angestellte arbeitende Angeklagte war seit Dezember 2005 einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin einer in Regensburg ansässigen GmbH, die Büro-Services für andere Unternehmen übernahm. Auch stellte sie als Zeitarbeitsfirma Personal zur Verfügung. Wie berichtet soll die Unternehmerin zwischen 2007 und 2011 deutlich niedrigere als tatsächlich bezahlte Bruttolöhne gemeldet und deutlich zu wenig Anteile zur Sozialversicherung abgeführt haben. Die Deutsche Rentenversicherung ermittelte einen Schaden von rund 1,3 Millionen Euro. Nach Anklageerhebung korrigierte sie ihre Forderung auf 390 000 Euro nach unten. Diese Summe wurde durch die Angeklagte zwischenzeitlich vollständig bezahlt.
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