Vollendeter Enkeltrickbetrug in Regensburg
Senioren um knapp 50.000 Euro betrogen

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Regensburg
15.01.2016
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Mitte der Woche warnte das Polizeipräsidium Oberpfalz vor betrügerischen Anrufversuchen. Wie jetzt bekannt wurde, waren Betrüger am Dienstag, 12.Januar bei einem Rentnerpaar erfolgreich: sie prellten die Geschädigten um knapp 50.000 Euro.

Laut Polizeibericht, meldete sich eine unbekannte Täterin am späten Nachmittag telefonisch bei dem 75- und 74-jährigen Ehepaar, das im Stadtgebiet wohnt und gab sich als dessen Enkelin aus. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es der Unbekannten, die Geschädigten glauben zu lassen, dass es sich um deren tatsächlich existierende Enkelin handelt. Als sie das Vertrauen erlangt hatte, bat die Unbekannte das Paar um Geld für die Finanzierung einer Wohnung. Im Glauben, ihrer Enkelin etwas Gutes zu tun, gaben die Geschädigten an, ihr knapp 50 000 Euro zur Verfügung stellen zu können. Es wurde dann vereinbart, dass die vermeintliche Enkelin zwei Stunden später vorbeikommt, um das Geld abzuholen.

Kurze Zeit später meldete sich die „Enkelin“ erneut und gab an, dass sie nun noch etwas erledigen müsse und keine Zeit habe und aus diesem Grunde einen Freund vorbeischicke. Wiederum gelang es der Täterin, das Paar hiervon zu überzeugen. Bedenken des Paares, ob der vermeintliche Freund vertrauenswürdig sei, nahm die „Enkelin“ den Geschädigten.

Tatsächlich erschien zum vereinbarten Zeitpunkt ein unbekannter Täter an der Wohnung des Ehepaares, welches ihm sodann den vereinbarten Geldbetrag übergab. Später stellten die Geschädigten – unter anderem nach Rücksprache mit der echten Enkelin – fest, dass sie einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen sind. Sie erstatteten Anzeige bei der Polizei. Die Kripo Regensburg ermittelt nun in diesem Betrugsfall.

Nochmals warnt das Polizeipräsidium Oberpfalz vor dem Phänomen „Enkeltrickbetrug“: Sollten Sie derartige Anrufe erhalten, seien Sie misstrauisch! Fragen Sie bei tatsächlich existierenden Verwandten nach! Informieren Sie im Zweifelsfall immer die Polizei!
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