Zollamt Regensburg beschlagnahmt 250 Kilogramm
Ecstasy: Zöllnerin gelingt Rekordfund

Bild: Zollamt Regensburg
Vermischtes
Regensburg
07.07.2016
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Es ist die größte Menge an Ecstasy, die der deutsche Zoll je sichergestellt hat: Rund 250 Kilogramm Ecstasy-Tabletten hat eine Beamtin des Zollamts Regensburg am Montag bei der Exportabfertigung eines mit Eisenrohren beladenen Lastkraftwagens entdeckt.

Der Lastwagen war von Nordrhein-Westfalen in Richtung Türkei unterwegs. Bei einer routinemäßigen Kontrolle zur Ausfuhrabfertigung überprüfte das Zollamt Regensburg die Ladung. Neben den vier  angemeldeten Eisenrohren befanden sich sechs Kartons auf der Ladefläche, die in den Zollpapieren nicht genannt waren, wie Georg Wilfling vom Zollamt Regensburg am Donnerstag mitteilte. Beim Öffnen eines der Kartons stellte eine Zöllnerin Plastiktüten mit pinkfarbenen Pillen fest. Nachdem ein Rauschgiftschnelltest Amphetamin anzeigte, wurden die Kartons wurden sofort sichergestellt.
Gegen den 46-jährigen türkischen Lkw-Fahrer erging mittlerweile Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Fahrer gab an, nichts von der „heißen Beiladung“ gewusst zu haben.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Nordbayern des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München mit Sitz in Nürnberg.

Generalzolldirektor Uwe Schröder, Deutschlands oberster Zollbeamter, gratulierte dem Regensburger Zollamt. „Der Spürsinn der Zöllner ist einfach unersetzbar“, sagte er. Bei aller Zufriedenheit über den Fund erinnere die enorme Menge aber wieder einmal deutlich an die Gefahren, die für Bürger und Gesellschaft von dieser gefährlichen Droge ausgehen würden.

Schröder sieht in der Bekämpfung der internationalen Rauschgiftkriminalität eine der wichtigsten Aufgaben des Zolls.  Das Hauptzollamt Regensburg ist seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Rauschgiftbekämpfung tätig, wie die dortige Leiterin Margit Brandl betonte.
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