Ausgabe der neuen 20-Euro-Scheine ab 25. November auch an Geldautomaten
Endspurt zum neuen Zwanziger

Reinhard Pfaffel mit dem neuen 20-Euro-Schein. Bild: Lehner
Wirtschaft
Regensburg
10.11.2015
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In zwei Wochen kommt ein neuer Geldschein unters Volk. Ab Mittwoch, 25. November, werden auch die ersten Geldautomaten in der Region die neuen 20-Euro-Scheine ausgeben. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen dafür bereits auf Hochtouren. Von einer "großen Herausforderung für die Bargeldakteure", sprach Reinhard Pfaffel, Leiter der Filiale der Deutschen Bundesbank in Regensburg. Mit Josef Schneitl und Walter Räbiger stellte er die überarbeitete Banknote vor.

Innovativer Silberstreifen

Als eine echte Innovation bezeichneten die Bundesbanker am Montag ein neues Porträt-Fenster im silbernen Hologrammstreifen am Rand des Scheines. Beim Kippen ist dort die Zahl 20 zu erkennen. Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und in ihm erscheint der Kopf der Europa, die Geliebte des griechischen Göttervaters Zeus und Namensgeberin unseres Kontinents. Der Kopf der Sagen-Gestalt ist auch im Wasserzeichen enthalten. Ansonsten unterscheiden sich neue und alte Zwanziger auf den ersten Blick nicht gravierend. Räbiger: "Mit einer kräftigeren Farbgebung wurde er gut aufgefrischt."

Die Neuerungen spielen sich im Wesentlichen im Sicherheitsbereich ab. So enthält der neue Schein neben dem Porträt-Fenster und dem Wasserzeichen auf der Vorderseite links unten eine Smaragdzahl, die beim Kippen farbig schimmert. Außerdem lässt sich auf der Vorderseite am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Neu sind laut Räbiger auch die Fluoreszenzmerkmale, die unter UV-Licht erkennbar sind. Bisher waren diese einfarbig. Nun schimmern sie in den Farben Rot, Grün und Blau.

4,3 Milliarden Scheine

Die Ausgabe der neuen Geldscheine läuft über die Bundesbank-Filiale in der Oberpfälzer Bezirkshauptstadt. Die Filiale dort ist für die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz zuständig. Bundesweit mussten wegen des neuen Scheines 26 300 Banknotenbearbeitungsgeräte umgestellt werden, so der stellvertretende Filialleiter Schneitl. Insgesamt werden im Euro-Raum 4,3 Milliarden Stück der neuen Zwanziger in Umlauf gebracht. Die bisherigen Banknoten bleiben gültig. Sie werden im Laufe der Zeit aus dem Verkehr gezogen. "Wir schreddern sie dann", so Pfaffel.

Mit den verbesserten Sicherheitsmerkmalen soll es Kriminellen erschwert werden, die Banknoten zu fälschen. Laut Schneitl zählt der Zwanziger bislang mit zu den am häufigsten gefälschten Geldscheinen. Damit man nicht auf billige Farbkopien hereinfällt, raten die Experten beim Umgang mit Geldscheinen: "Sehen, fühlen, kippen."
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