Autobauer BMW bekennt sich zum Standort Oberpfalz - Verstärkt auf junge Frauen gesetzt
350 Neueinstellungen bei BMW

Stolz präsentierte Werkleiter Andreas Wendt das jüngste "Baby" des Regensburger BMW-Werks, den neuen 1er. Bild: Gibbs
Wirtschaft
Regensburg
12.02.2015
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2014 war für das Regensburger BMW-Werk das Jahr der Rekordinvestitionen, 2015 soll das Jahr der neuen Modelle werden. Um die neue Palette an Fahrzeugen produzieren zu können, stellt der Autobauer in der Oberpfalz 350 Mitarbeiter ein.

Mehrere Modellanläufe bestimmen das Jahr für die rund 9000 Mitarbeiter an den Standorten Regensburg und Wackersdorf. So startet im März neben der Fertigung des überarbeiteten 1er-BMWs auch die Produktion des komplett neuen 2er Gran Tourer. Im Laufe des Jahres soll ein weiteres Modell der unteren Kompaktklasse dazukommen - über das sich Werkleiter Andreas Wendt am Donnerstag beim Jahrespressegespräch noch bedeckt hielt. Eines steht aber bereits fest: Ende 2015 sollen 80 Prozent der produzierten Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr neue Modelle sein.

2014 Investitionen in Höhe von 350 Millionen Euro

Den Modellanläufen vorausgegangen waren 2014 Investitionen in Höhe von 350 Millionen Euro. "Das belegt, dass die BMW-Group großes Vertrauen in die Oberpfalz hat", betonte Wendt. Die hiesigen Standorte stünden für Flexibilität, höchste Qualität sowie für eine hohe Anlaufkompetenz, die eine pünktliche und perfekte Markteinführung neuer Modelle ermöglicht. Rund 272 000 BMW-Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr in Regensburg gebaut. Davon entfielen 80 Prozent auf die 1er- und 3er-Varianten. 2015 will das Werk noch eine Schippe drauflegen: 300 000 Einheiten sind anvisiert. "Wir haben gute Chancen, 2015 das sechsmillionste Fahrzeug seit dem Produktionsstart 1986 zu bauen", sagte Wendt.

350 Neueinstellungen in 2015 geplant

Mit Blick auf die Herausforderungen der Modellanläufe kündigte der Werkleiter weitere "Investitionen in Mensch und Technik" an. 180 Millionen Euro würden 2015 in neue Anlagen gesteckt. Außerdem seien 350 Neueinstellungen geplant. Diese würden sich aus externen Einstellungen, Übernahmen von Zeitarbeitskräften und Entfristungen zusammensetzen. Ein Fokus liegt auf der Förderung junger Frauen: Der Anteil von weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen soll mindestens 30 Prozent erreichen. 2014 seien 250 Mitarbeiter neu eingestellt und die Zahl der Ausbildungsplätze um 20 Prozent auf 120 erhöht worden, erklärte Wendt.

Die wichtigsten Märkte der in der Oberpfalz gebauten Fahrzeuge waren Deutschland, das restliche Europa und die USA. Ausdrücklich dankte Wendt der Stadt Regensburg für die Absegnung eines neuen Bebauungsplans. "Damit haben wir gestalterischen Handlungsspielraum für die Zukunft." Das Firmengelände war zuvor so gut wie ausgeschöpft.

Enthüllung des neuen 1er BMW als Höhepunkt
Höhepunkt der Pressekonferenz war die Enthüllung des neuen 1er-Modells. Qualitätsmanager Michael Weiss stellte das neue Front- und Heckdesign sowie das "verfeinerte Premium-Ambiente" im Innenraum vor und versprach "frische Kraft unter der Motorhaube". Seit 2011 seien 550 000 1er in Regensburg gebaut worden, sagte Weiss. Die Überarbeitung sei an der Zeit gewesen, um den Kunden ein "weiterhin attraktives, aber auch innovatives Fahrzeug" zu bieten. Mit dem 2er Gran Tourer eröffnet BMW ein neues Fahrzeugsegment: Mit seinen bis zu sieben Sitzplätzen erfülle das Auto der "Premium-Kompaktklasse" die Ansprüche junger Familien perfekt, wirbt der Autobauer.
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