BMW-Regensburg
Nachtschicht für den X 1

Wegen der gestiegenen Nachfrage fährt BMW die Produktion im Werk Regensburg hoch. Bil: wbr
Wirtschaft
Regensburg
27.06.2016
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Die Nachfrage nach dem BMW X 1 brummt. Nun muss das Werk in Regensburg aufstocken. Statt 1100 sollen 1400 Fahrzeuge vom Band rollen - und es gibt mehr Personal. Vorerst.

Im BMW-Werk Regensburg werden in den nächsten acht Monaten die Kapazitäten erweitert. Das ist BMW- und Branchen-weit einzigartig. Von 1. Juli bis zum März 2017 soll die Produktion des BMW X 1 von 1100 am Tag auf 1400 Einheiten erhöht werden. Dazu ergänzt eine Nachtschicht die Früh-und Spätschicht. Die Belegschaft wird um 1500 Zeitarbeiter aufgestockt. Diese würden zwischen Weiden, Landshut, Vilshofen und Neumarkt rekrutiert. Die neuen Kräfte seien bereits drei Monate eingearbeitet worden, teilten Personaleiter Reinhard Eberl und Pressesprecherin Birgit Hiller am Montag mit.

Die Zeitarbeiter erhielten in allen Schichten "equal pay", das heißt, Lohn nach Metalltarif wie BMW-Stammarbeiter. Abgesehen von den BMW-Sonderzahlungen seien die Kollegen auf Zeit gleichgestellt und im Betrieb auch sozial adäquat integriert, heißt es bei BMW-Regensburg. Mitarbeiter der Stammmannschaft, die in die Nachschicht wechseln, würden von kürzerer Arbeitszeit (Schicht à fünf Stunden) und steuerfreien Zuschlägen profitieren.

Bis März 2017 befristet


Ob die "bis zunächst März 2017 befristete Nachtschicht" zur Dauereinrichtung werden könnte, wollten Hiller und Eberl weder als "möglich" noch als "wahrscheinlich" bestätigen. Damit ist offen, ob die Zeitarbeiter dauerhaft bleiben können. Hiller und Eberl betonten, der Standort Regensburg habe im Konzern einen besonderen Ruf wegen seiner Expertise beim Produktionstart neuer Modelle. Das mache unabhängig von der Nachfrage nach einzelnen Modellen.

In Regensburg laufen in diesem Jahr 346 000 Automobile vom Band. Dem Werk wird innerhalb der BMW-Group besondere Flexibilität attestiert: Neun verschiedene Modelle laufen auf einer Linie, fast die Hälfte stellt dank der sprunghaft gestiegenen Nachfrage der X 1 dar. Die Hauptabnehmer für das SUV seien Deutsche und US-Bürger.

BMW arbeitet am Standort Regensburg mit 850 Zulieferern zusammen, der Zusatzschub von insgesamt zirka 60 000 Fahrzeugen wird sich auch auf deren Umsätze und die deshalb zumindest auf Zeit zu schaffenden Arbeitsplätze positiv auswirken. Technisch und organisatorisch habe BMW Produktion und Produktionsstätten darauf ausgerichtet, etwaigen Nacht-Lärm zu reduzieren. Hiller: "Es gibt nachts keine Bahnverladung und für den Lkw-gestützten Werkszulieferverkehr sind in der Nähe einsatztaktisch günstigere Flächen angemietet worden." Das verringere den Zulieferverkehr im Vergleich zur Tagschicht um 30 Prozent.

Leerfahrten entfallen


Die vorhandenen Werksbuslinien würden laut Eberl den erhöhten Personentransport kompensieren, weil zur Nacht- und zur Frühschicht keine Leerfahrten mehr anfielen. "Deshalb bleiben wir insgesamt innerhalb der erlaubten Lärmkontingente".
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