Digitales Gründerzentrum der OTH Amberg-Weiden für die Oberpfalz
„Kreatives Milieu für Start-ups“

Sie sprechen von einem Freudentag für die Oberpfalz: Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, TechBase-Geschäftsführer Alexander Rupprecht, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, der Präsident der Uni Regensburg Udo Hebel, OTH-Präsidentin Andrea Klug, Wolfgang Baier (Präsident OTH Regensburg), Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Regierungspräsident Axel Bartelt (von links). Bild: cf
Wirtschaft
Regensburg
25.11.2016
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Die Oberpfalz schmiedet Zukunft. Regensburg, Amberg und Weiden sind die Standorte für das Digitale Gründerzentrum. Zur ideellen Grundsteinlegung übergibt Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Förderbescheide von fast 1,8 Millionen Euro. Damit subventioniert der Freistaat das Projekt sieben Jahre.

Fröhlich und locker nimmt die Feier im TechBase, Gründer- und Innovationszentrum der Stadtwerke Regensburg, ihren Lauf. Dafür sorgen der "Start-up-Comedian" Christian Gnerlich (aus der Gemeinde Hahnbach, Kreis Amberg-Sulzbach) sowie die mehrfach ausgezeichneten Jungunternehmer Alexander Herfurtner und Andreas Pracht (Firma cSouris für dezentrale Smarthome-Systeme). Sie sind Absolventen der OTH Amberg-Weiden - und schlagen den Bogen von der nördlichen zur südlichen Oberpfalz.

Das Digitale Gründerzentrum ist zwar lokal nicht zementiert, doch das TechBase bietet die zentrale Infrastruktur: Hier entfalten bereits 70 Gründer digitale Kreativität. Geschäftsführer Alexander Rupprecht erwartet "neue Impulse durch zig Ideen" - vor allem mit den Oberpfälzer Schwerpunkten Automotive, Healthcare, Medizin- sowie Umwelt- und Energietechnik. Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs spricht den Gästen (unter ihnen die komplette Landräte-Riege) aus dem Herzen, als er das "gemeinsame Projekt auf Augenhöhe" betont.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner lobt das "gute Zeichen für die gesamte Oberpfalz": "Ein Freudentag." Sie legt das Augenmerk auf nachhaltige, technologische Gründungen, nicht auf "Sternschnuppen". 36 000 Euro im Jahr erhält ein Jungunternehmer über das Digitale Gründerzentrum.

Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, blickt in Dankbarkeit zurück: "Alle haben parteiübergreifend in eine Richtung gezogen." Sie nennt hier besonders die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (CSU) und Annette Karl (SPD) sowie den Chefstrategen der OTH Amberg-Weiden, Dr. Wolfgang Weber. Professorin Klug sieht im Digitalen Gründerzentrum einen "deutlichen Beitrag zum Wir-Gefühl und Zusammenhalt in der Oberpfalz". Das unkomplizierte Aufeinanderzugehen schaffe ein "kreatives Milieu für Startups".

Magere Wirtschafts-Hilfe


Wie berichtet, stehen hinter dem Projekt u. a. die OTH Amberg-Weiden und Regensburg sowie die Uni Regensburg. Standorte sind - neben TechBase Regensburg - der Technologie-Campus in Amberg und das künftige E-House in Weiden. Nach Informationen unserer Zeitung weist das finanzielle Engagement der regionalen Wirtschaft noch "großes Potenzial" auf. Bisher beteiligen sich lediglich die Unternehmen Conrad, BHS Corrugated, emz Hanauer und die Sparkasse Oberpfalz Nord an der Finanzierung des laufenden Betriebs.

"Je intelligenter die Mechanik, desto besser die Produkte": Ralf Lenninger, Leiter Continental Intelligent Transportation Systems ITS, gewährt spannende Einblicke. Continental beschäftigt 12 000 Software-Ingenieure, davon 2000 in Regensburg. Zum Vergleich: 18 000 Software-Ingenieure sind es bei Google, 16 000 bei Apple. Continental Automotive setzt auf das vernetzte Auto mit Internet-Funktionen wie "eHorizon". Lenningers Vision für 2025: 20 Millionen "bessere" Autos mit Conti-Technik für automatisiertes, emissionsfreies Fahren. Er fordert auf, sich bei der Digitalisierung auf Stärken wie den Perfektionismus zu konzentrieren.

Mit Amtskollegen stößt anschließend AS-Landrat Richard Reisinger im Traditionswirtshaus "Kneitinger" auf den "digitalen Meilenstein" an .

Das Digitale Gründerzentrum ist das Ergebnis bester Zusammenarbeit in der Region.Alexander Rupprecht, Geschäftsführer TechBase
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